Dreilandecho

Klatsch, Tratsch und Kulinarisches aus dem Dreiländereck zwischen Müllheim, Lörrach, Schopfheim, Zell, Todtnau und Feldberg

Archives März 2020

Randalierer gesucht

Heitersheim (ots) – In der Nacht von Sonntag, 29.03.2020 auf Montag, 30.03.2020 beschmierten unbekannte Täter an mehreren Örtlichkeiten in Heitersheim verschiedene Fahrzeuge und Hauswände mit silberfarbenem Spray.

Der Polizeiposten Heitersheim hat die Ermittlungen aufgenommen und bislang schon über 10 derartige Sachbeschädigungen verzeichnet. Im Bereich des Bahnhof wurde ein geparkter Pkw nahezu komplett besprüht.

Das Polizeirevier Müllheim (Tel.: 07631-17880) bittet weitere Geschädigte oder Zeugen die Hinweise zur Täterschaft machen können sich zu melden

Unfall auf der Autobahn – kurzzeitige Sperrung der A98

Lörrach (ots) – Am Dienstag, 31.03.20, gegen 09.20 Uhr, wurde durch Verkehrsteilnehmer ein schwerer Verkehrsunfall auf der A98 zwischen Lörrach-Mitte und Lörrach-Ost gemeldet. In der Meldung war von mehreren beteiligten Fahrzeugen und einem Fahrzeug auf dem Dach die Rede. Aus diesem Grund wurden neben dem Rettungsdienst und der Polizei auch die Feuerwehr zum Unfallort entsandt. Tatsächlich kam ein 38-jähriger Renaul-Fahrer, der alleine im Auto war, vermutlich aufgrund eines medizinischen Problems von der Fahrbahn ab und streifte die Mittelleitplanke. Der Wagen kam hiernach auf der Überholspur zum Stehen. Der Mann wurde durch den Rettungsdienst ins Krankenhaus verbracht.

An seinem Auto entstand Schaden in Höhe von etwa 5000 Euro, an der Leitplanke entstand lediglich geringer Sachschaden. Während der Unfallaufnahme musste die Autobahn kurzzeitig gesperrt werden.

Unfallflucht – Zeugensuche

Steinen (ots) – Am Montag, 30.03.20, zwischen 08.10 und 08.50 Uhr, wurde auf einem Parkplatz eines Einkaufsmarktes im Mühlenweg ein geparkter Hyundai angefahren. Der Schaden an der linken Fahrzeugseite beläuft sich auf etwa 1500 Euro. Der Verursacher entfernte sich unerlaubt von der Unfallstelle und der Polizeiposten Steinen, Tel. 07627 970-250, sucht Zeugen.

Auseinandersetzung im Park

Lörrach (ots) – Am Montag, 30.03.20, gegen 18.30 Uhr, kam es im Rosenfelspark zu einer Auseinandersetzung zwischen zwei Männern. Hierbei versuchte ein 34-jähriger Mann mit einer Glasscherbe auf seinen 22-jährigen Kontrahenten loszugehen. Dies konnte durch weitere Anwesende verhindert werden, so dass es zu keinen Verletzungen kam. Möglicherweise hatte der 22-Jährige seinem 34-jährigen Bekannten zuvor eine Bierflasche gegen den Kopf geschlagen. Hintergrund der Auseinandersetzung dürfte im privaten Bereich liegen. Das Polizeirevier Lörrach ermittelt wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung gegen die beiden. Weiterhin wurden vier Personen wegen Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz (unerlaubte Zusammenkunft) angezeigt.

Kein Verständnis für Verwaltungsvorschlag

Fröhnd (hjh). Es war ein kleiner Kreis, der sich am Montag in großzügig bestuhlter Runde, der sich am Montag zur vorläufig letzten öffentlichen Sitzung in Corona-Zeiten traf. Bürgermeisterin Tanja Steinebrunner hatte sich zunächst beim Landratsamt und beim Chef des Gemeindeverwaltungsverbandes rückversichert, ob sie zur Gemeinderatssitzung überhaupt einladen durfte.

Dann hat sie vorgesorgt: Jedes Mitglied des Gremiums hatte im Gemeindesaal einen eigen Tisch. Und für die Zuschauer standen Stühle mit großem Abstand zueinander parat, auf denen dann einer, der auf seinem Grundstück eine Garage errichten will und das am Ende dann positive Votum der Verwaltung live erleben wollte, Platz nahm. Ansonsten fand die Sitzung ohne Publikum statt, was vielleicht auch der Tagesordnung geschuldet war, die jetzt nicht eben sonderlich dazu verleitete, sich mit dem Virus anzulegen.

Für etwas Diskussionsstoff sorgte zunächst der bereits viel beschriebene Grundsatzbeschluss zur Bildung eines interkommunalen Gutachterausschusses für den Bereich „Lörrach-Wiesental“, die schon deshalb nicht die ungeteilte Zustimmung des Gremiums fand, weil sich die von der Gemeinde zu tragenden jährlichen Kosten für die künftige öffentlich-rechtliche Einrichtung mit Sitz in Lörrach auf 1700 bis 2000 Euro belaufen, was im Gegensatz zum bisher zu berappenden Sitzungsgeld für ortsansässige Rats- und Ausschussmitglieder in Höhe von rund jährlich maximal 100 Euro darauf hindeute: „Die Kleinen werden mal wieder über den Tisch gezogen, ohne sich wehren zu können.“ Trotzdem stimmten die Fröhnder der Vorlage zu, wohlwissend, dass dem Grundsatzbeschluss nun die Ausarbeitung der genauen Modalitäten folgt, über die – so die Bürgermeisterin – erst im Jahr 2021 endgültig abgestimmt werden muss. Die Einsicht, gegen den Beschluss über die Verfassungswidrigkeit der bisherigen Ermittlung von Bodenrichtwerten nichts ausrichten zu können, setzte sich am Ende dann halt doch durch.

Keine Gnade dagegen fand in Fröhnd der Verwaltungsverbands-Vorschlag, die Grundschulen Todtnaus und Schönaus einem gemeinsamen Rektorat zuzuordnen. Vor allem Tanja Steinebrunner wehrte sich vehement dagegen, dieses Vorhaben ohne detailliertere Informationen und vor allem ohne die ihrer Meinung nach notwendige Anhörung der Lehrerschaft und der bisherigen Rektorate abzusegnen. Zu wichtig sei der Stellenwert, den die Bildung des Nachwuchses einnehmen sollte. Ein Gemeinderat fand sich, der für eine „Bündelung der Kräfte“ plädierte. Alle anderen ließen sich von der Bürgermeisterin überzeugen, die mit dem Hinweis punktete, dass persönliche Kontakte der Schulleitungen hinein in jeden Ort „unersetzlich“ seien, wenn man den guten Standard der jetzigen Konstellationen vor allem in  Bezug auf die vorhandenen persönlichen Kontakte bis hinein ins Elternhaus der Schülerinnen und Schüler erhalten wolle.

Verschoben: Auf Schusters Rappen für Dikome – jetzt gilt „Plan B“

Verschoben: Auf Schusters Rappen für Dikome – jetzt gilt „Plan B“


Das Orga-Team: Richard Renz, Jürgen Ekert, Sebastian Sladek,
Nicole Grether und Kai Horschig

Wiesental (hjh). Das „Corona-Virus“ sei (noch) kein Thema im Organisationsteam des „Wiesentäler Wasserlaufs“. Aber ganz wollten sich Richard Renz, Jürgen Ekert, Kai Horschig und Nicole Grether dann doch nicht aus der Verantwortung stehlen. Für den Notfall haben sie Plan B in der Schublade, hoffen aber, dass der Sponsorenlauf von der Wiesenquelle am Feldberg bis zur Mündung der Wiese in den Rhein in Basel über eine Gesamtstrecke von 59 Kilometern, die auch in Teilstrecken zu bewältigen sein wird, am 25. April 2020 pünktlich um 8 Uhr gestartet werden kann.

Anmerkung der Redaktion: Der Wasserlauf wurde wegen der Krise verschoben auf den 19.9.2020.

Auf rund 500 Läuferinnen und Läufer – darunter etwa 200 Grundschüler aus dem ganzen Wiesental, Firmen-Teams, Sport- und andere Freizeitvereine – wartet an diesem Tag eine eingespielte Mannschaft um Event-Sprecher Jürgen Ekert. Alle sind „heiß aufs gemeinsame Laufen“ für einen guten Zweck: Mehrere tausend Menschen in Dikome/Kamerun mit sauberem Wasser zu versorgen. „Wir wollen gemeinsam in Bewegung etwas bewegen, das bewegt“, werben die Veranstalter von „Teamworx4“ für ein Spektakel, das 2014 erstmals entlang der Wiese stattfand und sich seitdem zunehmender Beliebtheit erfreut. 250 Teilnehmer waren im Jahr 2014 auf Achse. 2019 waren schon 585 Läufer nicht mehr zu bremsen. „In diesem Jahr haben wir zum jetzigen Zeitpunkt schon weit über 300 Anmeldungen und damit so viele wie noch nie zuvor. Und täglich kommen rund fünf Anmeldungen dazu“, freute sich Jürgen Ekert beim Pressegespräch am Mittwoch in den Räumen eines weiteren neuen Hauptsponsors neben dem Maulburger Unternehmen Endress + Hauser, das von Anfang an mit im Boot saß: den Energiewerken Schönau (EWS).

EWS-Vorstandsmitglied Sebastian Sladek war sichtlich beeindruckt von dem Engagement, das dieses Orgateam an den Tag legte. Er bewundere aber auch die brillante Arbeit des Dikome-Vereins, Menschen hin zu eigenverantwortlichem Denken und Handeln anzuleiten. Und zwar ehrenamtlich und so einsatzfreudig wie die Helferinnen und Helfer aus den Reihen der Blaulichtfraktionen, die sich ums körperliche Wohlergehen der Sportler, um deren Verpflegung an sieben Verpflegungsstationen entlang der Wiese und um den reibungslosen Ablauf des Projektes kümmern. Selbstverständlich werden auch die EWS ein Laufteam an den Start schicken. Für sie wie für alle anderen gilt: Wer mitläuft, spendet pro gelaufenem Kilometer mindestens einen Euro. Gestartet bzw. abgerechnet wird an den Verpflegungsposten (VP) in Todtnau, Schönau/Wembach, Zell, Schopfheim, Steinen, Lörrach und schließlich Basel oder am Ziel in Kleinhüningen, das gegen 15.45 Uhr erreicht wird, wenn die Rechnung von „Pacemaker“ Kai Horschig aufgeht, der dafür sorgen will, dass die anvisierten 6:30 Minuten pro Kilometer eingehalten werden.

Natürlich dürfen auch die spenden, die nicht mitlaufen (können). Ungesiebt gehen die Spendengelder dorthin, wo Not am Mann ist: nach Dikome in Kamerun, wo sich der gleichnamige Schopfheimer Verein seit Jahren um ein besseres Leben der Menschen müht. Das sei zwar derzeit nicht ganz so einfach, weil Unruhen dem Land und der Bevölkerung gehörig zusetzen, sagte Richard Renz, der Vereinsvorsitzende. Er beruhigt aber auch: „Alle Einrichtungen, die wir aufgebaut haben und betreuen, blieben bisher ungeschoren.“ Das gelte für bisher drei Wasserversorgungen und die acht Brunnen, die mit Unterstützung von bisher 2700 Läufern und einer Spendensumme von 120000 Euro im Bezirk Dikome gebaut wurden. Momentan seien weitere Quellfassungen in Arbeit, die bald einen Hochbehälter speisen werden, der ein ganzes Dorf an sieben Entnahmestellen mit sauberem Wasser versorgen wird. 25 – 30000 Euro werde der Dikome-Verein in dieses Projekt investieren. Dafür dürfte es sich lohnen, auf Schusters Rappen vom Feldberg nach Basel zu joggen oder einfach nur so in den Geldbeutel zu greifen und Spenden locker zu machen wie die Frau, von der Jürgen Ekert schwärmt: „Die Dame spendet in jedem Jahr 2000 Euro aus ihrer Privatschatulle, weil sie helfen will und davon überzeugt ist, dass ihr Geld auf direktem Weg denen zugutekommt, die diese Hilfen wirklich brauchen.“

Info:

Spendenkonto teamworx4: IBAN DE60 6835 1557 0018 2752 30 / BIC SOLADES1SFH Sparkasse Wiesental, Verwendungszweck: Name (und Buchungsnummer)

Anmeldungen und weitere Informationen unter www.teamworx4.de

Tödlicher Verkehrsunfall auf der L132 bei Schallsingen / Zeugenaufruf

Landkreis Lörrach (ots). Am Samstag, 28.03.2020, gegen 15:50 Uhr, kam es auf der L132 bei Schallsingen zu einem tödlichen Vekehrsunfall.

Ein 55-jähriger Motorradfahrer befuhr die L132 von Sehringen kommend in Richtung Schallsingen. Hierbei kam er in einer Rechtskurve bei einem Bremsvorgang alleinbeteiligt zu Sturz. Nach dem Sturz rutschte der Fahrer auf der Fahrbahn in den Gegenverkehr und kollidierte dort mit einem entgegenkommenden Motorroller.

Durch den Unfall zog er sich trotz getragenem Helm und getragener Schutzkleidung tödliche Kopfverletzungen zu. Der 67-jährige Fahrer des entgegenkommenden Motorrollers und seine 66-jährige Sozia wurden lediglich leicht verletzt.

An den Krädern entstand ein Gesamtschaden von ca. 7.000,-Euro. Zeugen werden gebeten, sich mit dem Verkehrsdienst Weil am Rhein, Tel. 07621/98000, in Verbindung zu setzen.

Verkehrsunfall unter Alkoholeinwirkung

Bad Bellingen (ots). Am letzten Freitag, kurz vor 16.00 h, teilte ein Passant über Notruf mit, dass er, in der Tullastraße in Bad Bellingen, einen PKW beobachtet, mit dem versucht wird rückwärts einen Abhang hoch zu fahren. Die hinzugerufene Polizeistreife konnte vor Ort feststellen, dass der Pkw kurz zuvor von der Straße abgekommen war, die Böschung hinterfuhr und dort mit einem Baum kollidierte. Ein Alkoholtest beim Fahrer erbrachte einen Wert von über 3 %o, was eine Blutentnahme und eine Anzeige nach sich zog.


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