Dreilandecho

Klatsch, Tratsch und Kulinarisches aus dem Dreiländereck zwischen Müllheim, Lörrach, Schopfheim, Zell, Todtnau und Feldberg

Von „Offensive“ nichts zu spüren: Verkehrsrowdys dürfen sich ungestört austoben

Von „Offensive“ nichts zu spüren: Verkehrsrowdys dürfen sich ungestört austoben

Zell (hjh). „Härtere Strafen für Poser“ hat Innenminister Thomas Strobl angekündigt und versprochen, dass die Polizei gegen diese rücksichtslosen, verhaltensgestörten Möchtegern-Protze „in die Offensive“ geht. Das scheint im ganzen Land zu gelten, nur nicht in Zell, wo sich die Wiesen- und die Bahnhofstrße scheinbar hervorragend dazu eignet, permanent über die Stränge zu schlagen. Der Corona-Appell, zuhause zu bleiben, kümmert die geistigen Tiefflieger, die ihr Resthirn unter der Motorhaube ihrer Porsche, BMW’s oder Audis oder in den Satteltaschen ihrter Motorräder deponiert bzw. verstaut haben, ebensowenig wie das auf den genannten Straßen vorgeschriebene Tempolimit 30.

Die Herrschaften donnern die Straßen rauf, die Straßen runter, fahren zum Halt und zum Schwätzchen mit ihren „Kollegen“ gegen die Fahrtrichtung links und rechts an, lassen während der Gespräche die Motore ihrer Vehikel weiter donnern, geben auch im Stand Vollgas, um wem auch immer damit zu imponieren, sorgen für unerträglichen Lärm und belasten die Umwelt völlig unnötig mit stinkenden Abgasen. Kurz: sie interessieren sich keinen Deut um geltende Vorschriften. Das StVG und dei StVO sind ihnen ebenso egal wie die Vorschriften, die im Zusammenhang mit der Virus-Problematik erlassen wurden und für alle zu gelten scheinen, nur nicht für diese rücksichtslosen Vollpfosten.

Und niemand unternimmt etwas dagegen. Völlig unverständlich für mich ist, dass sich die Anwohner lediglich damit begnügen, hinter den Typen kopfschüttelnd herzuschauen und sich still zu ärgern, anstatt endlich mal geschlossen auf die Hinterbeine zu stehen und sich zu wehren.

Die Polizei fährt Streife. Das ist aber auch schon alles. Es ist wohl besser, nichts dazu zu sagen.

1 Kommentar bisher

hegenet Veröffentlicht am7:43 pm - Apr 17, 2020

Es ist Wochenende. Und schon steigen die Gehirnakrobaten wieder ungehindert in die „Pedale“. Es ist aber nicht nur Wochenende. Es ist auch noch schönes Wetter. Wir dürfen uns über Sonnenschein und hohe Temperaturen freuen. Und über irrsinnig laute Musik, die von der Lautstärke her an die Nachtumzüge in Maulburg erinnert, bei denen närrische Deppen seit Jahren dafür sorgen, dass Maulburgs Bevölkerung an Nachtumzug-Abenden „auswandert“, um keine dauerhaften Gehörschäden zu erleiden.

Leider ist es den Zellern in der Bahnhofstraße nicht vergönnt, auszuwandern. „Corona“ hat etwas dagegen. Sonst ginge es dem einen oder anderen braven Zeller so wie den drei über 80 Jahre alten Damen, die vor einigen Tagen das schöne Wetter zu einer Fahrt ins Blaue mit dem Auto nutzten und von den diensteifrigen Beamten des zuständigen Polizeireviers zu Bußgeldern von jeweils 250 Euro verdonnert wurden, weil sie zu dritt im Auto saßen.

Ist das nicht gediegen? Bei diesen drei Damen war selbstverständlich wesentlich weniger Widerstand zu erwarten als der, der den Beamten blühen würde, wenn sie den Helden der Bahnhofstraße zu nahe auf den Pelz rücken würden. Armes Deutschland!

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