Corona – das volle (Schutz-)Programm

Abstandshalter am Ratstisch

Hausen (hjh). Im Gegensatz zu fast allen anderen Gemeinden, die mittlerweile wieder Gemeinderatssitzungen organisieren, lief die Sitzung am Dienstag in der Festhalle nach strengsten Regeln (Andrea Kiefer: „Wir wollten mit gutem Beispiel vorangehen“) ab: Für alle Teilnehmer und das Publikum war trotz riesiger Abstände in der Sitzordnung Maskenplicht angeordnet.

Besucher mussten sich in eine Liste eintragen, was unter den Gästen im Eingangsbereich prompt die Frage nach der Einhaltung der Datenschutzgesetze aufwarf. „Eigentlich müssten die Einträge mit Adresse und Telefonnummer abgedeckt werden, ehe der nächste zum Eintrag schreitet“, krittelte einer und wollte den Hinweis darauf, dass die Liste nach vier Wochen „weggeworfen“ werde, nicht unbedingt gelten lassen. Und es ging weiter: Fragesteller wurden aufgefordert, „laut, deutlich, kurz und prägnant“ zu reden. Im Bedarfsfall stünde ein Mikrofon zur Verfügung, das man nicht anfassen dürfe, sondern vom Hausmeister vorgehalten bekomme. „Redner“, hieß es weiter, „müssen ihren Namen nennen und die Maske aufbehalten.“ Entsprechend kurz fiel dann die Bürgerfragestunde aus. Niemand meldete sich zu Wort.