Dreilandecho

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Abschied von Rektor Hermann Merath

Abschied von Rektor Hermann Merath

Schopfheim / Langenau (hjh). Die Gitarre hatte er nicht dabei, mit der man ihn immer wieder in Verbindung bringt. Dafür aber strahlte er bei aller Wehmut, bei allem Trennungsschmerz übers ganze Gesicht wegen der tollen Aussichten, nach rund 33 Schuljahren seine neue Freiheit als Schulleiter a.D. in vollen Zügen oder besser in seiner neu entdeckten „großen Liebe“, einem „Camper“, genießen zu können.

In coronabedingt kleiner Runde wurde der Langenauer Grundschulleiter Hermann Merath am Freitag im Saal des Rathauses in den Ruhestand verabschiedet. Sieben Jahre wirkte Merath im zweitgrößten Ortsteil von Schopfheim, initiierte dort – so Ortsvorsteher Walter Würger – mit das Dorffest und brachte laut Bürgermeister Dirk Harscher und Schulrätin Regina Höfler Licht in die dunklen Schulräume und quirliges Leben in die Schullandschaft, die dank tatkräftiger Unterstützung durch die Stadt zum Bildungshaus umgestaltet wurde.

„Sie hatten in all den Jahren ein großes Herz für die Kinder“, bescheinigte Bürgermeister Dirk Harscher dem „kompetenten“ Rektor, durch dessen Schule alle seine Kinder gegangen seien. Für die Kids, aber auch für die Eltern, fürs Kollegium und fürs ganze Dorf sei Meraths Abschied ein großer Verlust, versicherte Harscher und später auch Fachbereichsleiter Jürgen Sänger, der Hermann Merath auch bei differenzierter Meinung zum einen der anderen Punkt „immer auf Augenhöhe begegnen konnte“. Und die Schulrätin, die von ihrer Nachfolgerin Jasmin Kortüm begleitet wurde, betonte, dass Schopfheim und speziell Langenau „großes Glück hatten, einen solchen Mann für ihre Schule verpflichten zu können.“ Gerade Meraths Einsatz für das Bildungshaus sei eine große Herausforderung gewesen, die er glänzend gemeistert habe. Sein Beruf sei eben vor allem Berufung gewesen. Und immer, so Höfler, „standen die Kinder bei ihm an erster Stelle.“ Er habe sich als Vorreiter in Sachen EDV / Digitalisierung einen Namen gemacht, kurz: Als Schulleiter habe er bei allen Beteiligten und Weggefährten einen bleibenden Eindruck als verlässlicher und engagierter Partner hinterlassen.

Von den Lobeshymnen und den erhebenden Worten fühlte sich Hermann Merath „gut getroffen“. Die Zeit in Langenau sei für ihn „eine sehr schöne Zeit gewesen“, sagte er. Aber nun freue er sich auch auf den neuen Lebensabschnitt, den er mit seiner Partnerin Petra Scherle und seinen Kindern genießen werde. Und dahinbegleiten ihn nicht zuletzt Dirk Harschers Wünsche, der sich mit einem Zitat von Fred Rogers verabschiedete: „Oft, wenn wir glauben, wir wären am Ende von etwas angekommen, stehen wir bereits am Anfang von etwas anderem.“

Auf dem Foto vlnr. Regina Höfler, Jasmin Kortüm, Hermann Merath, Jürgen Sänger, Dirk Harscher und Walter Würger