Glück im Markus-Pflüger-Heim

Schopfheim (hjh). „Guten Tag, guten Tag, wünsch ich allen und viel Glück“, sangen die Knirpse aus den Kindergärten Lus und Wiechs. Mit jedem Ton leuchteten die Augen ihrer Zuhörer im Hof des Markus-Pflüger-Heims ein klein wenig mehr. Und dazwischen schummelte sich das eine oder andere Tränchen der Rührung wie das einer Rollstuhlfahrerin, die ihrer Betreuerin ins Ohr flüsterte: „Immer wenn so etwas Schönes passiert, kann ich die Tränen nicht zurückhalten. Die Kinder sind lieb, und die Überraschung ist perfekt.“

Sie sind nicht verwöhnt, die Herrschaften, die im Heim auf dem Buckel ihren Lebensnachmittag oder -abend verbringen. Da kam das Paket natürlich besonders gut an, das Dagmar Stettner von ihren Schützlingen in rund vier zurückliegenden Wochen schnüren ließ. „Kleine und große Akteure haben im Rahmen des Mehrgenerationen-Hauses zusammengeholfen, um Bewohnern des Markus-Pflüger-Heims eine Freude machen zu können“, erklärte sie den Coup, mit dem sie die Schutzbefohlenen von Heimleiter Michael Schreiner am Dienstag begeisterte. Fröhliche Gesänge umrahmten die „Bescherung“. Selbst gefertigte Malarbeiten, süße Kekse aus der Küche der Senioren von Schärers Au und nette Worte von Michael Schreiner und Dagmar Stettner wechselten die Besitzer. Und ein klein wenig schimmerte durch, was Dagmar Stettner mit ihrem Team des Seniorenbüros vorsichtig, aber nachhaltig erreichen möchte: „Den Abbau möglicher Berührungsängste auf beiden Seiten“, die Scheu, Menschen zu begegnen, die mitunter außergewöhnliche Krankheiten, ungewöhnliche Krankheitsbilder gezeichnet haben. Ein gelungener Anfang dazu wurde von den Teilnehmern dieser in jeder Beziehung bemerkenswerten Aktion gemacht.