Wunschkonzert in Endenburg

Endenburg (hjh). „Alle Wünsche kann man nicht erfüllen …“, wusste Michael Holm schon 1964 und unterstrich das in seinem Hit mit einem vielsagenden: „… und nicht alle Träume werden wahr.“ Und das vermutet auch die Ortsvorsteherin Daniela Trefzer, die bei der Sitzung ihrer Mitstreiter in der auf Abstand getrimmten Halle auf Zustimmung hoffte zur Bedarfsanmeldung ihres Dorfes für den Haushalt 2021. Vorsichtig sei das Gremium im Vorfeld schon einmal nichtöffentlich an das heikle Thema Haushalt herangegangen. Keinem der Ratsmitglieder sei die prekäre Haushaltssituation der klammen Gemeinde verborgen geblieben, versicherte Trefzer. Trotzdem habe man sich erneut an Projekte gewagt, die nicht zum ersten Mal die Endenburger Liste füllen, die bisher aber immer wieder „geschoben“ wurden, obwohl sie dringend in Angriff genommen werden müssten.

Einige Hauszufahrten beispielsweise seien in einem „erbärmlichen“ Zustand, klagte Trefzer und nannte beispielhaft Bereiche „Am Hasel“, „Kohlgrube“ oder „Tiergarten“, die allesamt auf einen Asphaltbelag warten. Erneuert werden müsste die sanitäre Anlage im Rathaus (ca. 8000 Euro). Der Wasserlauf Staltenweg darf eventuell darauf warten, im Zuge der Breitbandarbeiten saniert zu werden, die Außenfassade des öffentlichen Toilettenhäuschens „Auf der Stelle“ aber nicht. Für diese Arbeiten seien laut Schätzung 9000 Euro erforderlich. Dass es an manchen Stellen im Dorf zum Himmel stinkt, sei hinlänglich bekannt. Deshalb fordere der Ortschaftsrat eine effektive Planung zur Entlüftung der Kanalisation in freiem Gelände, weg von der Wohnbebauung, erklärte Daniela Trefzer, um ihrer lang und länger werdenden Liste das Aufbringen einer Asphaltdecke im Heidelweg (Kostenermittlung durchs Bauamt erforderlich), die Umgestaltung des Kindergarten-Spielplatzes (ca. 20000 Euro) sowie den neuen Bodenbelag im zweiten Raum des KiGa (Bauhof) hinzuzufügen. Komplettiert wurde die Bedarfsanmeldung, die mit dem Segen der Ortschaftsräte nun ins Rathaus nach Steinen unterwegs ist, vom Wunsch des Gemeindearbeiters, eine Heckenschere sowie einen Rasenmäher für die Flächen am Friedhof (zusammen rund 2500 Euro) anzuschaffen, weil für diese Arbeiten bisher Privatgeräte benutzt werden mussten.

Ergänzt schließlich wurde die Liste verständlicher Forderungen von einer Aufzählung „jährlich wiederkehrender Mittel“ wie etwa für Gemeindeverbindungsstraßen (5000 Euro), Feld- und Waldwege (rund 9500 Euro), Turnhalle (400 Euro) Friedhof (1000 Euro), Weidegemeinschaft (1500 Euro), Ortspauschale (4000 Euro) sowie Geschäftsaufwendungen (1600 Euro).

Und jetzt sind alle gespannt, was auch in diesem Jahr wieder „geschoben“ werden muss und was tatsächlich die Chance hat, mit einem „grünen Licht“ den Gemeinderat passieren zu dürfen.