Dreilandecho

Klatsch, Tratsch und Kulinarisches aus dem Dreiländereck zwischen Müllheim, Lörrach, Schopfheim, Zell, Todtnau und Feldberg

Offener Brief: Beschwerden mit der Bitte, endlich etwas zu unternehmen

Offener Brief: Beschwerden mit der Bitte, endlich etwas zu unternehmen

Offener Brief in der Hoffnung, endlich etwas in Bewegung zu bringen:

Hallo, guten Tag zusammen,

ich beziehe mich auf die frommen Sprüche des Bürgermeisters auf der Webseite der Stadt Zell, die da lauten:

Zell im Wiesental gilt als aktiver Wirtschaftsstandort, Bildungsstandort, Wohnort, guter Gastgeber der sich auch mit sozialer Kompetenz und ökologischen Schwerpunkten beschäftigt.
Als Einwohner von Zell im Wiesental genießen Sie viele Vorteile einer kleinen Stadt: Attraktive Geschäfte, Hausärzte und Apotheken, Banken, eine Postfiliale, Kirchen, ein Stadtpark, Gastronomien und vieles mehr in unmittelbarer Nähe.

Und um das etwas zu relativieren, wende ich mich erneut an die Fraktionen und ans Ordnungsamt mit der Bitte (oder besser vielleicht Aufforderung), dem nach wie vor äußerst gesundheitsschädlichen Treiben offensichtlich verhaltensgestörter Poser auf zwei und vier Rädern, die uns und unseren Nachbarn seit Monaten den Aufenthalt in der Stadt Zell und das Wohnen in einem an und für sich wunderbaren Umfeld nachhaltig vermiesen, ein Ende zu machen. Es ist eine Schande, dass diese Typen mit ihren hochgezüchteten und teilweise manipulierten, auf Lärm und Fehlzündungen getrimmten Fahrzeugen, ungehindert und ohne Maßregelung durch die Behörden ihr Unwesen treiben dürfen. Tempo 30 kümmert diese Helden der Bahnhof- und Wiesenstraße ebenso wenig wie die Tatsache, dass grundlose Fahrten hin und her verboten sind. Und das Schlimme daran ist: Alle Kontrollinstanzen wissen ganz genau, wovon die Rede ist. Aber niemand unternimmt etwas gegen diese Typen, die letztendlich dafür sorgen werden, dass niemand mehr hier wohnen will.

Interessieren würde uns, warum sämtliche Beschwerden, Anrufe bei der Polizei, beim Ordnungsamt oder den Gemeinderäten bisher im Sande verliefen. Mir persönlich scheint, alle haben – wie Polizei und Ordnungsamt in Schopfheim – Angst vor den Typen, die jenseits aller Gesetze operieren und sich einen Teufel um bestehende Vorschriften scheren bestes Beispiel sind die Autohändler in der Hohe-Flum-Straße in Schopfheim, die ohne Kennzeichen auf öffentlichen Straßen herumfahren, auf Gehwegen parken und das Geld bündelweise hin- und her jonglieren, ohne sich um Steuern oder Finanzämter zu kümmern. Wie sagte mir ein befreundeter Polizeibeamter vom Revier Schopfheim doch bezeichnend: „Wenn wir da etwas dagegen unternehmen, lachen die nur, bezahlen die paar Euro und machen so weiter wie gehabt. Und die übrigen Mitarbeiter von zur Debatte stehenden Dienststellen – sprich: Finanzamt – haben einfach nur Angst.“ Das lässt tief blicken. Wie viel einfacher ist es doch, Parksündern, Leuten, die mal den einen oder anderen Groschen nicht in die Parkuhr werfen oder die Zeiten überschreiten und alten Menschen, welche sich mehr oder weniger aus Versehen nicht an die Abstandsregeln in Corona-Zeiten halten, auf die Pelle zu rücken.

Und wenn wir schon mal dabei sind: Warum interessiert es eigentlich niemanden, dass die öffentliche Toilette am Bahnhof in vielen Nächten störend pfeift, weil irgendjemand bewusst oder unbewusst die Türe nicht richtig geschlossen hat? Es gibt tatsächlich im Gebäude Bahnhofstraße 15 Menschen, die des Nachts nicht mehr richtig schlafen können, weil die Anlage permanent Pfeifgeräusche von sich gibt, die erst abgestellt werden können, wenn man die Türe fest zuknallt. Das funktioniert aber nur, wenn man mitten in der Nacht aufsteht und zur Toilette marschiert. Ich möchte mal sehen, ob diese Tortur einer der Fraktionsmitglieder, ein Mitarbeiter des Ordnungsamtes oder gar der Bürgermeister klaglos auf sich nehmen würden.

Grüße aus dem Wiesental (auch im Auftrag anderer geplagter Bewohner der Bahnhofstraße 15) mit dem Versprechen, keine Ruhe zu geben, bis endlich Maßnahmen eingeleitet werden

Hans Hege
Freier Journalist