Scheffelstraße braucht Grünes

Schopfheim (hjh). „Die Scheffelstraße braucht etwas Grünes“, sagte Bürgermeister Dirk Harscher und gab damit im Bau-, Technik- und Umweltausschuss den Start frei zur Diskussion um „ein klares Signal für eine Bepflanzung mit Bäumen, die positiv sind für unser Klima.“ Peter Egi präsentierte bei der letzten Sitzung vor der Sommerpause die Planung, die bei den Anliegern bereits auf Gegenliebe gestoßen sei und in der elf versetzbare Metallkübel mit „zwergwüchsigen“ Bäumen der Gattungen Kugelakazien oder Kugelahorn. Für Kübel, Baum, Substrat und Arbeitszeit hat die Verwaltung pro Baum rund 2000 Euro kalkuliert, die ganze Paket in elffacher Ausfertigung käme auf 23100 Euro. Und dem stimmten die Ausschussmitglieder mehrheitlich zu. Lediglich Thomas Kuri (CDU) fand die Baumkübel-Aktion „relativ einfallslos“ und lehnte das Projekt ab, weil er kleine Klimainseln mit Sitzgruppen drumherum für wesentlich publikumsfreundlicher hielt. Dirk Harschers und Peter Egis Argumentation, dass diese Lösung wesentlich mehr Geld (statt 2000 dann pro Insel 5000 Euro) kosten und möglicherweise unerwünschte Gelage in die Scheffelstraße bringen würde, mochte Kuri nicht folgen. Auch den Hinweis darauf, dass Ladenbesitzer gegen die Sitzgruppen votiert hätten, ließ der Ratsherr nicht gelten: „Wegducken ist völlig falsch. Wir sind in Vielem den Ladenbesitzern extremst entgegengekommen“, sagte er, während Thomas Gsell fand, die Verwaltung habe dem BUT auch in Bezug auf die Kosten ein schlüssiges Konzept vorgestellt und der Scheffelstraße ein schönes Bild verpasst. Das unterstrich schließlich auch Bernd Benz, der am Ende nach 34 Dienstjahren mit viel Beifall aus der letzten Sitzung des BUT zunächst einmal vorläufig (eine ihm gebührende Verabschiedung in würdigem Rahmen ist laut Bürgermeister auf Herbst geplant) in den Ruhestand verabschiedet wurde und Egis Planung schon deshalb gut hieß, weil man „die Straße nicht übermöblieren“ dürfe. Dirk Harscher betonte, dass man sich mit der Zustimmung zu Bäumen, deren Kronen maximal einen Durchmesser von vier bis viereinhalb Metern haben werden, die fürs Klima wertvoll sind und die den Menschen in der Scheffelstraße Schatten spenden, „nichts vergebe“. Die Pflanzen seien schließlich transportierbar. Und wenn die Bäume irgendwann einmal stören sollten, könnten sie problemlos irgendwo anders, beispielsweise in Kindergärten oder auf Spielplätzen gepflanzt werden.