Dreilandecho

Klatsch, Tratsch und Kulinarisches aus dem Dreiländereck zwischen Müllheim, Lörrach, Schopfheim, Zell, Todtnau und Feldberg

Lob von allen Seiten für die Arbeit der Verwaltung

Lob von allen Seiten für die Arbeit der Verwaltung

Steinen (hjh). Überschwängliches Lob von allen Seiten strich Sven Schreiber ein, der in der Verwaltung für die Bereiche Jugend und Bildung zuständig ist und den Gemeinderäten zur Sitzung am Dienstag ein umfassendes Gesamtwerk zum Thema Kindertagesbetreuung einschließlich einer aussagekräftigen Bedarfsplanung fürs laufende und die folgenden Jahre bis 2025 vorlegte. Die SPD – Fraktion fühlte sich „prima informiert“, die Räte der CDU fanden, dass sie „noch nie eine so umfangreiche und so transparente Präsentation“ vorgesetzt bekamen und Ulrike Mölbert (Gemeinschaft) freute sich über eine „von Anfang bis Ende durchüberlegte“ Diskussionsgrundlage, die sie wie alle anderen Gemeinderäte „kommentarlos absegnen“ könne, weil es Schreiber mit seinen Ideen gelinge, alle Kinderbetreuungsstätten der Gemeinde auf einen Level zu bringen. Und das obwohl allen im Gremium klar war, „dass es sich zwar um ein tolles Angebot für die Eltern handelt, das hier entsteht, das aber auch viel Geld kosten wird und trotzdem absolut sinnvoll ist.“

Sven Schreiber strebt u.a. eine Betreuungsquote von 34 Prozent für Kinder bis zu drei Jahren an. Der Gemeinderat definierte als „bedarfsgerechtes Ausbauziel“ eine Ganztagsquote von 20 Prozent für Kinder von einem bis unter drei Jahren und 30 Prozent für die Kleinen ab drei Jahren bis zum Schuleintritt. Gleichzeitig wurden bedarfsgerechte Öffnungszeiten von mindestens 40 und maximal 45 Stunden pro Woche akzeptiert und festgelegt, dass die Gruppen im Dora-Merian-Kiga in eine Mischgruppe mit Ganztags- und Regelplätzen mit Öffnungszeiten von 45 Stunden und einer Regelöffnungszeit von 32,5 Stunden zum 1.9.21 und eine Regelgruppe in eine Gruppe mit verlängerten Öffnungszeit von 30 Stunden zum 1.1.21 umgewandelt werden. Die Beiträge der Eltern werden im Rahmen der zum 1.1.21 vorgesehenen Erhöhung festgesetzt.

Wenn der Gemeinderat der Finanzierung der baulichen Voraussetzungen zugestimmt habe, sieht der am Ende einstimmig gefasste Ratsbeschluss die Erweiterung der Kita Hüsingen um zwei Gruppen mit 30 bzw. 45 Wochenstunden vor. Außerdem soll eine neue EInrichtung unter der Trägerschaft des Evangelischen Gemeinschaftsverbandes mit vier Gruppen entstehen. Schließlich wurde die Verwaltung beauftragt, im Ortsteil Hägelberg eine dreigruppige Tageseinrichtung zu planen, die spätestens 2024 in Betrieb genommen werden sollte.

Als weiteren Auftrag nahm Gunther Braun mit ins Rathaus, mit den kirchlichen Trägern der Kindergärten in Schlächtenhaus, Endenburg und Weitenau über den bedarfsgerechten Ausbau der Betreuungsangebote Verhandlungen aufzunehmen sowie zu prüfen, ob eine räumliche Erweiterung der Dora-Merian-Kita möglich ist. Zudem folgten die Gemeinderäte in ihrem Beschluss Schreibers Vorschlag, ein onlinegestütztes zentrales Anmeldeverfahren (KIVAN Management-System) einzuführen, das ab 2021 monatlich mit einer Lizenzgebühr von 67 Euro pro Einrichtung zu Buche schlagen wird.

Infos zu allen Punkten gibts auf der Webseite der Gemeinde. Dort können Sven Schreibers Unterlagen (immerhin rund 30 DIN A4-Seiten) abgerufen werden.