Hallengebühren Schlächtenhaus

Schlächtenhaus (hjh). „Die Gemeinde braucht Geld.“ Und deshalb, so der Tenor bei der Diskussion um die künftigen, seit Jahren nicht gerade unumstrittenen neu aufgestellten Gebührenordnung für Hallenmieten in Steinen selbst und in den Teilorten, „deshalb kommen wir um eine Gebührenerhöhung nicht drumherum.“ Ortsvorsteherin Almut Steyer gab bekannt, dass sie mit ihren Kolleginnen und Kollegen „zusammensaß“ und über die künftigen Regelungen parlierte. Unter Berücksichtigung von beispielsweise Alter (der Halle), Zustand und Nutzung sei ein Zahlenwerk entstanden, das dem Gemeinderat in einer der nächsten Sitzungen vorgelegt werden könnte. Dabei sei allen klar: „Was wir erarbeitet haben, hat unterm Strich keine Bedeutung. Die Gemeinderäte können durchaus zum Schluss kommen, unsere Vorschläge seien allesamt Kappes“, gab Almut Steyer unumwunden zu und wies gleichzeitig darauf hin, dass sich die angestrebte Gleichbehandlung aller Ortsteile wegen der extrem unterschiedlichen Hallen äußerst schwierig gestalte.

Trotzdem liegt nun auch aus Schlächtenhaus ein Vorschlag auf dem Tisch, der auf dem gemeinsam gefassten Fazit aller Teilort-Vertreter und der dort agierenden Vereine fußt: Die Halle soll pro Veranstaltung 179 Euro kosten. Dazu müssten für die Küche 30 Euro, für die Halle mit Foyer bei Andachten oder Bestattungen 50 Euro berappt werden. Und eine Trainings- oder Übungsstunde der Vereine würde mit einem Euro pro Stunde abgerechnet. Mit einem Zuschlag von 100 Prozent würden Privatpersonen oder örtliche Firmen belastet. Auswärtige Vereine und Privatpersonen, Firmen und Vereinigungen oder kommerzielle örtliche Veranstalter müssten 200 Prozent drauflegen und die Veranstalter von kommerziellen Veranstaltungen auswärtiger Veranstalter müssten mit einem Zuschlag von 300 Prozent kalkulieren, denn – so Almut Steyer, die wie ihre Ratskollegen eine Verschlechterung der örtlichen Vereine unbedingt vermeiden will, „irgendwo her muss die Gemeinde, dazu genötigt nicht zuletzt von der Kommunalaufsicht“, auf ihre Kosten kommen. Auch deshalb kommen die Vereine und Institutionen vor Ort in den Genuss weitere Vergünstigungen: „Jahreshauptversammlungen sind ebenso frei, wie eine Probe vor größeren Veranstaltungen, Training von Kindern und Jugendlichen der Vereine, Schüler- und Kinderveranstaltungen nicht kommerzieller Art, runde Jubiläum der Vereine ab 50 Jahre, Blutspendeaktionen des DRK, Veranstaltungen örtlicher Kindertageseinrichtungen und Schulen sowie eine Veranstaltung örtlicher Vereine pro Jahr.“ Und damit konnten sich schließlich alle Mitglieder des Gremiums abfinden, obwohl einige in der Runde speziell den Beitrag der Vereine für Trainings- und Übungsstunden als „Pfennigfuchserei“ ins klare Abseits zu stellen versuchten.