Dreilandecho

Klatsch, Tratsch und Kulinarisches aus dem Dreiländereck zwischen Müllheim, Lörrach, Schopfheim, Zell, Todtnau und Feldberg

Archives August 2020

Illegales Autorennen auf der A 5

Bad Bellingen (ots) – Am Sonntag, den 02.08.2020, gegen 17:10 Uhr, sollen sich zwei Pkw-Fahrer auf der A 5, Höhe Bad-Bellingen in Fahrtrichtung Basel, ein illegales Autorennen geliefert haben.

Die beiden Fahrzeuge, ein weißer VW Passat mit schweizer Zulassung (BL) und ein blauer BMW mit Lörracher Zulassung, sollen mehrfach andere Fahrzeuge rechts überholt haben. In mindestens einem Fall soll der VW Passat ein anderes Fahrzeug über den Standstreifen überholt haben.

Der Verkehrsdienst Weil am Rhein hat die Ermittlungen aufgenommen und bittet etwaige Geschädigte sowie Zeugen, welche sachdienliche Hinweise geben können, sich unter Tel. 07621 9800-0 zu melden.

Einbruch in Hotel – Zeugensuche

Steinen-Endenburg: (ots) – Von Freitag auf Samstag, 31.07./01.08.20, wurde in ein Hotel in Endenburg eingebrochen. Unbekannte Täter drangen auf noch nicht bekannte Weise in die Büroräume ein. Ein Zeuge vernahm gegen 02.20 Uhr zwei Männer, die sich im Bereich aufhielten. Eine weitere Beschreibung war ihm jedoch nicht möglich, auch die Polizei wurde nicht verständigt. Am Samstagmorgen wurden dann zwei fehlende Tresore bemerkt, wobei einer mehrere hundert Kilo schwer ist. Es befand sich überwiegend Bargeld darin. Der Diebstahlsschaden liegt im vierstelligen Bereich. Der Polizeiposten Steinen, Tel. 07627 970-250, sucht Zeugen, die verdächtige Personen oder Fahrzeuge wahrgenommen hatten.

Lob von allen Seiten für die Arbeit der Verwaltung

Steinen (hjh). Überschwängliches Lob von allen Seiten strich Sven Schreiber ein, der in der Verwaltung für die Bereiche Jugend und Bildung zuständig ist und den Gemeinderäten zur Sitzung am Dienstag ein umfassendes Gesamtwerk zum Thema Kindertagesbetreuung einschließlich einer aussagekräftigen Bedarfsplanung fürs laufende und die folgenden Jahre bis 2025 vorlegte. Die SPD – Fraktion fühlte sich „prima informiert“, die Räte der CDU fanden, dass sie „noch nie eine so umfangreiche und so transparente Präsentation“ vorgesetzt bekamen und Ulrike Mölbert (Gemeinschaft) freute sich über eine „von Anfang bis Ende durchüberlegte“ Diskussionsgrundlage, die sie wie alle anderen Gemeinderäte „kommentarlos absegnen“ könne, weil es Schreiber mit seinen Ideen gelinge, alle Kinderbetreuungsstätten der Gemeinde auf einen Level zu bringen. Und das obwohl allen im Gremium klar war, „dass es sich zwar um ein tolles Angebot für die Eltern handelt, das hier entsteht, das aber auch viel Geld kosten wird und trotzdem absolut sinnvoll ist.“

Sven Schreiber strebt u.a. eine Betreuungsquote von 34 Prozent für Kinder bis zu drei Jahren an. Der Gemeinderat definierte als „bedarfsgerechtes Ausbauziel“ eine Ganztagsquote von 20 Prozent für Kinder von einem bis unter drei Jahren und 30 Prozent für die Kleinen ab drei Jahren bis zum Schuleintritt. Gleichzeitig wurden bedarfsgerechte Öffnungszeiten von mindestens 40 und maximal 45 Stunden pro Woche akzeptiert und festgelegt, dass die Gruppen im Dora-Merian-Kiga in eine Mischgruppe mit Ganztags- und Regelplätzen mit Öffnungszeiten von 45 Stunden und einer Regelöffnungszeit von 32,5 Stunden zum 1.9.21 und eine Regelgruppe in eine Gruppe mit verlängerten Öffnungszeit von 30 Stunden zum 1.1.21 umgewandelt werden. Die Beiträge der Eltern werden im Rahmen der zum 1.1.21 vorgesehenen Erhöhung festgesetzt.

Wenn der Gemeinderat der Finanzierung der baulichen Voraussetzungen zugestimmt habe, sieht der am Ende einstimmig gefasste Ratsbeschluss die Erweiterung der Kita Hüsingen um zwei Gruppen mit 30 bzw. 45 Wochenstunden vor. Außerdem soll eine neue EInrichtung unter der Trägerschaft des Evangelischen Gemeinschaftsverbandes mit vier Gruppen entstehen. Schließlich wurde die Verwaltung beauftragt, im Ortsteil Hägelberg eine dreigruppige Tageseinrichtung zu planen, die spätestens 2024 in Betrieb genommen werden sollte.

Als weiteren Auftrag nahm Gunther Braun mit ins Rathaus, mit den kirchlichen Trägern der Kindergärten in Schlächtenhaus, Endenburg und Weitenau über den bedarfsgerechten Ausbau der Betreuungsangebote Verhandlungen aufzunehmen sowie zu prüfen, ob eine räumliche Erweiterung der Dora-Merian-Kita möglich ist. Zudem folgten die Gemeinderäte in ihrem Beschluss Schreibers Vorschlag, ein onlinegestütztes zentrales Anmeldeverfahren (KIVAN Management-System) einzuführen, das ab 2021 monatlich mit einer Lizenzgebühr von 67 Euro pro Einrichtung zu Buche schlagen wird.

Infos zu allen Punkten gibts auf der Webseite der Gemeinde. Dort können Sven Schreibers Unterlagen (immerhin rund 30 DIN A4-Seiten) abgerufen werden.

DRK Schopfheim wird „flügge“

Schopfheim (hjh). Die außerordentliche Mitgliederversammlung des DRK-Ortsvereins am Samstag war durchaus auch „außergewöhnlich“. Für Simon Redling, den Vorsitzenden, war das Treffen im neuen Domizil am Lusring 3a nämlich vor allem ein „historisches Ereignis“ in der über 130jährigen Geschichte „eines der ältesten Ortsvereine“ des DRK-Landesverbandes Baden: Der Ortsverein hat sich abgenabelt, steht nun auf eigenen Füßen und ist in Zukunft nach dem noch notwendigen Eintrag ins Vereinsregister ein ständiger Verein mit allen Rechten und Pflichten. Das Votum der Mitglieder war eindeutig. Allesamt folgten die Versammlungsteilnehmer dem Antrag der Vorstandschaft, nachdem sie zuvor der Satzungsänderung zugestimmt hatten, mit der DRK-Justitiar Albrecht Amann die Voraussetzung für die künftige Selbstständigkeit der Schopfheimer DRKler schuf.

Hinlänglich bekannt sind die Gründe, die den Eintrag ins Vereinsregister erforderten. Simon Redling fasste sie noch einmal zusammen: „Wir sind seit Jahren auf der Suche nach einer adäquaten Bleibe für unsere Aktiven und für unseren Fuhrpark“, sagte er und verglich die Suche mit einer „Zugfahrt“ mit „vielen, vielen Weichen“, einer ganzen Reihe von „Prellböcken“, die den Zug bremsten oder gar zu Rückwärtsfahrten zwang. Die Fahrt habe an kleinen, zu kleinen Bahnhöfen vorbeigeführt, bis schließlich die letzte Weiche in Richtung „Zielbahnhof Lusring“ gestellt werden konnte. Der wurde dank tatkräftiger Hilfe eines Vermieters, der dem DRK sehr zugetan sei, zu einer Unterkunft umgebaut, in der neben den Fahrzeugen auch Gemeinschafts- und Sozialräume Platz fanden. Der Ortsverein beschloss, das Anwesen, das verkehrsgünstig in der Nähe der B317 liegt, anzumieten. Mitte April zogen die 34 aktiven Ersthelfer aus den Gebäuden der Hanfunion in der Belchenstraße um.

Nun aber fehlte noch Platz für die Gerätschaften, die bisher in der Käppelematt lagern. Und wieder kam dem DRK ein Zufall zu Hilfe. Oder das Glück der Tüchtigen? Im Gespräch mit Nachbarn stellte sich heraus, dass unmittelbar neben dem angemieteten Gebäude – nur durch eine Brandschutzwand getrennt – eine Halle zum Verkauf angeboten wurde. Für das Vorstandsteam um Simon Redling gabs keine lange Diskussion: die Herrschaften beschlossen den Kauf und damit eine Investition von 230000 Euro, die auch für einen so großen Verein ganz und gar keine Schonkost sein dürfte, sondern an der sehr zu knabbern sein wird.

Der Kauf aber setzte voraus, dass der Ortsverein seine Rechtsform ändert. „Wir waren gezwungen, den Weg einzuschlagen, den wir mit ihrer Hilfe und ihrer heutigen Zustimmung künftig gehen wollen“, sagte der Vorsitzende, der leichtes Spiel hatte: ohne Debatte hatte er die Versammlungsteilnehmer als Vertreter von insgesamt 1100 Mitgliedern auf seiner Seite. Der Kauf der Lagerhalle, in der neben Gerätschaften ein weiteres Fahrzeug untergebracht wird und der ebenfalls mit Sanitäranlagen ausgestattet ist, ist beschlossene Sache und kann wie geplant Ende September dieses Jahres beurkundet werden.

„Sie haben bewiesen, dass sie ein reger Verein sind, der mit dem Erwerb der Halle und mit der Anmietung dieses Gebäudes hier einen weiteren Meilenstein in ihrer Geschichte schaffen konnte“, sagte Justitiar Albrecht Amann und beglückwünschte die Schopfheimer zu dem gelungenen Deal, mit dem fast schon eine Odyssee zu Ende ging. Dazu mochte dann auch eine Änderung im Personalbestand passen, die sich Simon Redling bei der Gelegenheit ebenfalls absegnen ließ. Die Mitglieder votierten einstimmig für Dieter Schwöble, der ab sofort den aus privaten Gründen zurückgetretenen zweiten Vorsitzenden Tobias Kibgis ersetzt. Mehrheitlich (und – obwohl einziger Kandidat – auf Antrag einer Aktiven geheim) gewählt wurde als neuer Beisitzer Uwe Horschig. Und Melanie Hahn wird mit dem Segen der Mitglieder den Sozialdienst des Ortsvereins leiten, den Simon Redling wieder ins Angebot seines DRK integrieren möchte. Zur Kassenprüferin wurde Esterina Ribeiro Dos Santos gewählt, den Ortsverein vertritt Kimi Herzog als Delegierter bei der Verbandsversammlung, im Verhinderungsfall vertritt ihn Jan Rilling

Renaturierung Wiese

Schopfheim (hjh). Das Wasser der Wiese hat ganze Arbeit geleistet. „Bis auf die Felsen“ habe es sich ins Flussbett eingegraben, sagt Bruno Imbery, der feststellen musste, dass sich „auf dem glattgeschliffenen Untergrund weder „Geschiebe“ noch „Sediment“ ansammelt, in dem sich Makrozoobenthos – also Kleinlebewesen – ansiedeln könnte. Und nicht nur das: auch Fische können in solch einem Gewässer nicht oder nur sehr schwer ablaichen. Für Schopfheims Angler, die sich für gesunde Gewässer ehrenamtlich engagieren, Gründe genug also, schnellstens zu handeln.

Sie nahmen sich vor, Baumstämme in der Wiese zu deponieren. Vor denen – so die Idee, die nun in die Tat umgesetzt ist – kann sich nicht nur das Geschiebe ansammeln. Sie können auch als Strömungslenker dienen, helfen, Niedrigwasser durchs Flussbett manövrieren und das Wasser, das über sie hinwegplätschern muss, mit Sauerstoff anzureichern. Außerdem, so Bruno Imbery, fänden Fische bei Hochwasser quasi im „Schatten“ der Stämme Bereiche mit wenig Strömung.

Ans Werk ging dieser Tage im Auftrag des ASV und abgestimmt mit der Naturschutzbehörde ein Schreitbagger. Drei Meter lange Stahlstangen wurden in die Felsen gebohrt. An ihnen befestigten fleißige Hände die Baumstämme. Die damit an Ort und Stelle gehalten werden können. Zusätzlich wurden die „Hürden“ mit Findlingen beschwert, die den Fischen ebenfalls Unterstände bieten, erklärt Bruno Imbery den enormen Aufwand, den er mit seinem Team immer mal wieder betreibt, um den Lebensraum von Fischen, Insekten, Kleinstlebewesen und allerlei anderem Getier intakt zu halten. Das ist beileibe nicht selbstverständlich. Denn der ASV zählt „nur“ 34 aktive Mitglieder. Und die lehnen sich nicht nur mit ihrem Einsatzwillen aus dem Fenster, sondern engagieren sich trotz Unterstützung beispielsweise durch das Regierungspräsidium – die Behörde „spendierte die Findlinge – auch finanziell fast bis an die Schmerzgrenze. 15000 Euro steuerten sie zu der beispielhaften Renaturierungsaktion bei, 3000 Euro spendierten naturverbundene Bürgerinnen und Bürger. Und die Baumstämme lieferte ein ASV-Mitglied aus seinem Bestand gratis frei Baustelle.

Info

Aufgrund der extremen Niedrigwasser Situation hat der Angelsportverein Schopfheim die Fischerei seit Anfang Juli eingestellt, um den Fischen nicht noch mehr Stress auszusetzen. Leider hat auf Grund von Covid 19 das Baden und spielen an der Wiese stark zugenommen. Und viele Kinder mit Keschern stellen trotz der Verbote den Fischen nach. Die kommen deshalb an vielen Stellen einfach nicht zur Ruhe und leiden unter dem zusätzlichen Stress ungemein. Deshalb bittet der Angelsportverein um etwas mehr Verständnis auch für die Tierwelt unter Wasser.

Schreitbagger (Quelle: Wikipedia)

Der Schreitbagger (auch Spinnenbagger) ist eine Baumaschine und wird den Standbaggern zugeordnet, da er Arbeitsvorgänge überwiegend im Stand ausführt. Ähnlich einem konventionellen Hydraulikbagger hat der Schreitbagger einen drehbaren Oberwagen, an dem sich der Ausleger mit Anbaugerät befindet. Unterschiedlich ausgebildet ist die Konstruktion des Unterwagens. Statt mit einem herkömmlichen Rad- oder Raupenfahrwerk sind Schreitbagger mit vier Schreitbeinen ausgestattet. An den Beinen können sowohl Räder als auch Abstützfüße montiert sein. Mit Hilfe dieser voneinander unabhängig steuerbaren Schreitbeine ist es dem Geräteführer möglich, auch in schwierigem Gelände oder im Flussbett sicher zu stehen und Arbeitsvorgänge auszuführen. Schreitbagger werden im Erdbau, in der Forstwirtschaft oder in der Landschaftspflege verwendet.

Schwerer Verkehrsunfall bei Schopfheim, Bundesstraße gesperrt

Lörrach (ots) – Fünf Personen wurden durch den Verkehrsunfall zwischen Schopfheim und Hasel verletzt. In dem Verursacherfahrzeug wurden dabei Insassen im Alter von 54 und 18 Jahren leichter verletzt. Eine Achtzehnjährige in dem Fahrzeug erlitt schwere Verletzungen und wurde mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus verbracht.

In dem zweiten Fahrzeug wurden die beiden erwachsenen Insassen leicht- bis mittelschwer verletzt.

Die Bundesstraße musste für den Rettungseinsatz, an dem auch 18 Feuerwehrleute, vier Rettungswagen und zwei Notärzte eingesetzt waren, fast zwei Stunden gesperrt werden.

An den beiden Renault Twingo sind 10. -12.000 Euro Sachschaden entstanden.

Mindestens eines der Fahrzeuge dürfte wirtschaftlichen Totalschaden erlitten haben.

Unfallursächlich war das Nichtbeachten der Vorfahrt beim Einbiegen auf die Bundesstraße.

Im Zusammenhang mit der Straßensperrung kam es noch zur Beleidigung der eingesetzten Beamten. Aus welcher Motivation heraus auch immer, meinte ein 50-jähriger Schweizer Autofahrer mit Aargauer Zulassung beim Passieren der Absperrung einem Polizeibeamten den „Stinkefinger“ zeigen zu müssen. Ein entsprechendes Strafverfahren erwartet ihn nun, nachdem er durch eine weitere Streife aufgegriffen werden konnte.


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