Dreilandecho

Klatsch, Tratsch und Kulinarisches aus dem Dreiländereck zwischen Müllheim, Lörrach, Schopfheim, Zell, Todtnau und Feldberg

Tour de Zell: CDU beeindruckt vom EWS-Wärmenetz

Tour de Zell: CDU beeindruckt vom EWS-Wärmenetz

Beeindruckt nahm die CDU-Delegation die hochmoderne Zentrale mit dem 200 Tonnen fassenden Hackschnitzellager und einem 50000 – Liter – Warmwasser-Pufferspeicher und dem eigentlichen vollautomatisch betriebenen und elektronisch bis ins kleinste Detail kontrollierten Heizkessel sowie der imposanten Abgasreinigungssystem unter die Lupe. Niemand widersprach, als Daniel Weiß betonte, dass das Zeller Wärmenetz einen überaus wichtigen Umweltbeitrag leiste, der nun noch etwas gewichtiger werde, weil sich sieben der neun Hausbesitzer in der Schwarznau entschlossen haben, das Wärmenetz für sich zu nutzen. Und zwar mit einem kleinen, aber dennoch wichtigen „Nebeneffekt“, den Weiß natürlich gerne unterstreicht: Weil wir unser Netz in der Schwarznau ausbauen bzw. erweitern, erhalten die Anwohner dort gleichzeitig auch das so heiß ersehnte Breitband. Der Lörracher „Eigenbetrieb Breitband“ ist nämlich wie an mitunter an anderen Orten auch so eine Art Trittbrettfahrer. Wie die EWS im umgekehrten, durchaus auch nachvollziehbaren und lobenswerten Fall nutzen die Breitbandler Grabarbeiten dazu, auch eigene Leitungen oder zumindest Leerrohre in den Straßen mit zu verlegen, erläutert Daniel Weiß das Procedere, das nicht nur für günstige, umweltfreundliche Wärme, sondern nun auch noch für den Ausbau der Datenautobahn sorgt.

Zell (hjh). Mit dem Besuch der EWS-Heizzentrale wollte der CDU-Stadtverband  nicht nur einen weiteren Beitrag leisten zur Tour de Zell 2020, die in diesem Jahr zwangsläufig unter den Nebenwirkungen der Pandemie leiden musste, sondern ganz aktuell auch auf Zells wichtige Rolle im Kampf gegen Klimawandel und Umweltkatastrophen hinweisen. EWS-Mitarbeiter Daniel Weiß empfing die Delegation zu einer spannenden Führung durch den Ausgangspunkt der Fernwärmeeinrichtung in der Schwarznau, die derzeit rund 7000 MWh Wärme über den regenerativen Energieträger Holz (Hackschnitzel) erzeugt und damit aktuell 80 Gebäude, darunter etwa 400 Wohnungen zwischen der Liebeck und der Kirchstraße bis zum Pfarrhaus, ein Seniorenzentrum mit Pflegeheim, ein Hotel, das Schulzentrum sowie zwei Industriebetriebe, über ein 7,6 Kilometer langes Leitungsnetz beliefert. Außerdem erzeugen laut Daniel Weiß drei Blockheizkraftwerke rund 450000 kWh Strom, der genüge, um 150 Haushalte der Stadt bei einem Wirkungsgrad von mindestens 90 Prozent mit Strom zu versorgen. Insgesamt, so Weiß recht stolz auf die Leistung seines Schönauer Arbeitgebers, trägt das Wärmenetz zu einer Reduktion der Treibhausgasemissionen um ca. 2200 Tonnen pro Jahr bei, was einer CO2-Belastung durch etwa 750 PKW per Anno entspreche.

Im übrigen wies Daniel Weiß darauf hin, dass seine Fernwärmezentrale auch für zukünftige Anforderungen bestens gerüstet sei. „Wir sind etwa an der Hälfte der Leistungen angelangt, die wir mit unserer jetzigen Anlage bringen können.“ Die EWS werde Interessenten gerne und ausführlich über Anschlussmöglichkeiten informieren, kündigte er an. Und auch die CDU Zells steht den Zellern selbstverständlich bei Fragen gerne zur Verfügung, versprechen der CDU-Vorsitzende Klaus Wetzel und Fraktionssprecher Matthias Kiefer unisono.