Dreilandecho

Klatsch, Tratsch und Kulinarisches aus dem Dreiländereck zwischen Müllheim, Lörrach, Schopfheim, Zell, Todtnau und Feldberg

News-Schnipsel aus Riedichen

News-Schnipsel aus Riedichen

Mobilfunk hat Sendepause

Riedichen (hjh. „Was macht der Mobilfunk hier?“, wollte die frühere Ortsvorsteherin bei der Ratssitzung am Donnerstag im Bürgersaal wissen. Und Kai Berger blieb ihr die Antwort nicht schuldig: „Der hat Sendepause!“ Seit der ersten Nachfrage beim Mobilfunkanbieter habe er rein gar nichts mehr über den Sachstand erfahren, fügte Berger hinzu.

Kreiseigener Recyclinghof in der Kritik

Dreck und Stau: Privatbetreiber hätten nach Meinung des Riedicher Ortschaftsrates unter Auflagen des Landkreises zu leiden / Nichts zu tun, kann sich nur der Landkreis selber leisten

Riedichen (hjh). Helmut Baumgartner monierte am Riedicher Ratstisch die chaotischen Zustände, welche die Öffnungszeiten des kreiseigenen Recycling-Hofes abseits der Kreisstraße von Atzenbach nach Riedichen permanent begleiten. Zum einen sei die Fahrbahn unglaublich stark verdreckt, weil die Zulieferer den Matsch des unbefestigten Grundstücks um die Container herum praktisch mit nach Hause nehmen (müssen). Und zum anderen sei die Zufahrt an sich schon eine Zumutung zumindest für die Verkehrsteilnehmer, die an den Öffnungstagen den Recycling-Hof gar nicht anfahren wollen, sondern auf dem Weg nach Riedichen oder von Riedichen nach Atzenbach lediglich passieren müssen. Teilweise ellenlange Staus von Fahrzeugen, die vor den Toren warten müssen, behindern den Durchgangsverkehr in nicht mehr zumutbarem Maß, kritisierte der Ratsherr die Gegebenheiten. Und er war sich sicher: „Gerade das pingelige Landratsamt, das rundum so viele gängelt und mit Vorschriften und Auflagen drangsaliert, hätte längst entscheidende Schritte bis hin zur Schließung unternommen, wenn es sich um einen privaten Betreiber der Anlage handeln würde.“

So aber werde rein gar nichts getan, um die Zu- und Abfahrten wenigstens einigermaßen erträglich zu gestalten. Im Zufahrtsbereich sollte eine Abbiegespur vorhanden sein. Und der Hof selbst gehöre längst so gefestigt, dass die „Kunden“ dort nicht durch manchmal knöcheltiefen Matsch fahren oder gehen müssten. Rolf Kiefer, der Chef des Recycling-Hofes, wies zwar auf Nachfrage darauf hin, dass inzwischen der Bodenbelag ausgetauscht worden sei, um die Verschmutzungen in Grenzen zu halten. Aber auch er betonte, dass längst über eine ordentliche Befestigung des gesamten Bereichs diskutiert werde, dass die Finanzierung des Projekts noch immer nicht gesichert sei. Die Klagen über die Verschmutzung des Kanals, der am Recyclinghof vorbei führe, wollte Kiefer nicht gelten lassen. Auch das mit den Staus halte sich im Grunde in grenzen, sagte er. Bei allem Verständnis für die vorbeifahrenden Riedicher wies Kiefer darauf hin, dass die Staus „normalerweise“ oder „in der Regel“ zweimal im Jahr lästig bemerkbar machen: Im Frühjahr und im Herbst eines jeden Jahres.

Ärger mit ewiger Baustelle

Die ewige Baustelle nervt nicht nur die Riedicher

Riedichen (hjh). Ein weiteres Ärgernis machte am Donnerstag im Ortschaftsrat die Runde: die „ewige“ Baustelle bei der Kirche am Ortsausgang von Atzenbach in Richtung Riedichen. Nicht nur Helmut Baumgartner, auch Rolf Kiefer, der Chef vom angrenzenden Recyclinghof, kritisierte die „ewige Baustelle“, die seit einigen Jahren eingerichtet sei, ohne dass etwas Entscheidendes passiert. Lastwagen würden bei ihrer Zufahrt zu seiner Anlage stark behindert, klagte Kiefer, während die Ortschaftsräte in Riedichen samt Ortsvorsteher Kai Berger das Straßenstück besser gesichert sehen wollen. „Wenn die Tempo-20-Beschilderung um ein gutes Stück vor der unübersichtlichen Kurve, i der sie sich jetzt befinde, installiert würde, wäre schon viel gewonnen“, glaubt Ortsvorsteher Kai Berger.

Verfügungsmittel werden in den Bürgersaal investiert

Riedichen (hjh). Die letzten Reserven aus den Verfügungsmitteln möchte Ortsvorsteher Kai Berger quasi vor dem Verfall retten. „Wenn wir am Jahresende Geld übrig haben, wird es ersatzlos gestrichen“, sagte Berger und machte gleichzeitig deutlich, dass sein Dorf die nach vorhandenen 1741 Euro natürlich nicht zum Fenster rauswerfen, dafür aber in das in die Jahre gekommene Treppenhaus vor dem Bürgersaal investieren will. Das Geld geht nun „drauf“ für Malerarbeiten. Das Treppenhaus, also die Visitenkarte, die jeder Gast des Bürgersaals im Eingangsbereich als erstes zu sehen bekomme, wird mit dem Segen der übrigen Ortschaftsräte von oben bis unten gestrichen. Das sei, so Berger, nun also die erste Maßnahme hin zu dem erklärten Ziel, den Bürgersaal wieder attraktiver zu machen und zeitgemäß zu gestalten. Die Malerarbeiten habe er bisher hinausgezögert, weil er glaubte, zuerst die restlichen alten Fenster ersetzen zu lassen, um dann erst den Maler zu bemühen. Aber die desolate Finanzlage der Stadt Zell deute darauf hin, dass „wir in den nächsten Jahren ganz bestimmt keine neuen Fenster bewilligt bekommen.“ Und auch im Bürgersaal selbst, der ebenfalls renoviert werden müsste, werde sich in absehbarer Zeit nichts regen. Um den zu renovieren, müssten zunächst die Deckenlampen ersetzt werden. Aber auch da werde der Rotstift angesetzt. Deshalb müsse auch dort die übrige Sanierung auf bessere Zeiten warten, zumal es derzeit wegen Corona kaum möglich ist, die Kosten durch Eigenleistungen ehrenamtlicher Helfer auf ein erträgliches Maß zu reduzieren.