Dreilandecho

Klatsch, Tratsch und Kulinarisches aus dem Dreiländereck zwischen Müllheim, Lörrach, Schopfheim, Zell, Todtnau und Feldberg

Tanja Steinebrunner muss in Runde zwei – ob sie das will, ist noch nicht entschieden

Tanja Steinebrunner muss in Runde zwei – ob sie das will, ist noch nicht entschieden

Das Ehepaar Steinebrunner wie Bürgermeister Peter Schelshorn
in gespannter Erwartung des Wahlergebnisses

Fröhnd (hjh).  Ob’s ein Erdrutsch war? Jedenfalls gabs nach Bekanntgabe des Wahlergebnisses bei der Bürgermeisterwahl sehr viele und sehr lange Gesichter: „Es gibt einen zweiten Wahlgang“, kündigte der stellvertretende Bürgermeister Horst Matterer an. Und dann nannte er den Anwesenden bei der Stimmauszählung am Sonntag in der Gemeindehalle Zahlen, die einige in der Runde, darunter Landrätin Marion Dammann, Häg-Ehrsbergs Bürgermeister Bruno Schmidt, seinen Zeller Kollegen Peter Palme und nicht zuletzt den Vorsitzenden des Gemeindeverwaltungsverbandes Peter Schelshorn vielleicht nicht komplett, aber doch in ihrer Deutlichkeit mehr als überraschten: Tanja Steinebrunner, die einzige Kandidatin, erhielt 29,19 Prozent der Stimmen, Gemeinderat Stefan Keller kam auf 41,61 Prozent, Tobias Böhler wollten 9,4 Prozent der Fröhnder als Bürgermeister, Claudia Behringer favorisierten 20 Wähler (6,71 Prozent) und immerhin 39 Stimmen (13,09 Prozent) gabs für ein Mischmasch an Kandidaten quer durchs Dorf.

Noch ist Ruhe am Zähltisch

Wahlberechtigt waren 401 Fröhnder, gewählt haben 311 oder 77,6 Prozent vor allem per Brief, ungültige Stimmen gabs 13, gültige 298. Nun müssen die Karten neu gemischt werden. Bis Mittwoch läuft die Bewerbungsfrist, dann geht‘s erneut in den Wahlkampf, der am 22.11.2020 endgültig entschieden wird. Ob Tanja Steinebrunner nochmals antritt, konnte sie am Sonntag noch nicht sagen. Zu tief saß der Stachel, den ihr die Fröhnder verpasst haben. 87 Stimmen als Amtsinhaberin gegenüber 124 von Stefan Keller, der gar nicht kandidierte, waren dann doch etwas zu deutlich, auch wenn Peter Schelshorn betonte, dass er wegen der Stimmungslage in der Gemeinde insgeheim mit einem zweiten Wahlgang, allerdings nicht in der Deutlichkeit gerechnet habe.