Maulburger U3-Kinder nehmen ihren Spielplatz in Besitz

Maulburg (hjh). Für rund 30 Kids der Nachwuchs-Abteilung in der KiTa Wiesental gabs am Dienstag, also pünktlich zum kalendarischen Sommeranfang, Grund zum Jubeln: sie trennten das Absperrband durch und nahmen „ihren“ Spielgarten in Besitz. Und sie begannen – vom Sonnenschein begünstigt – sich ohne große Umstände an Schwebebalken, Rutschen, im Abenteuerhäuschen, der „angetäuschten“ Küche, im Sandbereich, auf der Wippe, an Tischen, Bänken oder auf der bühnenähnlichen Plattform nach Herzenslust auszutoben. Sehr zur sichtbar großen Freude übrigens der Erzieherinnen und der KiTa-Leiterin Ulrike (Uli) Trinler, die dankbar ist, dass die lange Wartezeit von fast einem Jahr „endlich“ zu Ende ist. In froher Erwartung hatten die U3-Kinder durch die Fenster ihres Domizils monatelang zugesehen, wie der rund 250 Quadratmeter große Bereich vor ihren Fenstern langsam, aber sicher Gestalt angenommen hat. Klar, dass die Mädchen und Jungen kaum mehr zu bändigen waren, als sich die Türen öffneten und in den Bereich, der nur ihnen allein gehört, ausschwärmen durften.

Bürgermeister Jürgen Multner betonte auf Nachfrage am Telefon, dass das Projekt, das Gemeinderäte und Verwaltung gemeinsam mit dem KiTa-Team auf den Weg gebracht hatten, im Zuge der schon Jahre dauernden Arbeiten am Campus mit realisiert worden sei. Über die Kosten, die investiert wurden, könne er noch nichts sagen. Und auch über Details zur Ausführung könne er keine Auskunft geben. „Nicht für alles ist der Bürgermeister zuständig. Dafür hat er ja seine Mitarbeiter“, sagte Multner und wies darauf hin, dass die zuständige Mitarbeiterin derzeit ihre verdienten Pfingstferien genieße. Er deutete aber an, dass es gar nicht so einfach gewesen sei, die Planung des U3-Gartens umzusetzen. Das Projekt musste europaweit ausgeschrieben werden. Und dann sei es sehr schwierig gewesen, jemanden zu finden, der die Arbeitsvergabe und die Ausführung der Arbeiten übernehmen wollte bzw. konnte. Er betonte dann aber auch, dass die übrigen, sichtbar in die Jahre gekommenen Spielgeräte im Außenbereich des Wiesental-Kindergartens sukzessive nach Bedarf ersetzt oder erneuert worden wären. Die Geräte würden ständig kontrolliert, was nicht sicher sei, werde im Interesse der 120 Kinder, die der Kindergarten aktuell unter seinen Fittichen weiß und die von 33 Erzieherinnen betreut werden, ab-, aus- oder umgebaut, versicherte Jürgen Multner, der „Herr“ über das „riesige Campus-Projekt“, das laut Uli Trinler „nicht nur Unmengen an Geld, sondern auch Nerven kostet oder gekostet hat.“