Skiclub hofft auf gutes Wetter und bessere Zeiten

Fahrnau (hjh). 557 Mitglieder zählt der Skiclub derzeit. Und die meisten von ihnen haben Corona inzwischen ganz besonders „dicke“ und sind auch auf den Wettergott nicht sonderlich gut zu sprechen. Das Virus und die fürs Wetter zuständige Gottheit nämlich scheinen sich darauf verständigt zu haben, speziell „lang laufenden“ Skifreunden eins auszuwischen. Bei der Jahreshauptversammlung des Clubs im nagelneuen Sportheim des SVS jedenfalls klagten die Verantwortlichen: „2020 hatten wir noch kein Corona, aber auch keinen Schnee. Und im Jahr darauf herrschten in den Bergen ideale Bedingungen, es gab jede Menge Schnee. Aber keine Kurse wegen Corona.“ Es war – salopp gesagt –  zum sprichwörtlichen Mäuse melken. Und der Langverantwortliche Peter Hötzel stand nach eigenem Bekunden „oft mit Tränen in den Augen“ in herrlicher Kulisse und trauerte hilflos vergangenen Zeiten nach.

Online-Trainings-Einheiten, die oft nach „harzigem Start“ recht gut funktionierten, wurden zwar von den Sportlern fast schon notgedrungen in Anspruch genommen. Das aber konnte nicht darüber hinwegtäuschen, was der Club-Vorsitzende Klaus Störk in seinem Jahresbericht mehrmals betonte: „Wir, alle sportbegeisterten Mitglieder und Aktiven unseres Vereins haben vor allem in der Lockdownzeit schmerzlich feststellen müssen, dass da wahnsinnig viel fehlt.“ Corona hat in allen Bereichen und in allen Ebenen Spuren hinterlassen. Viele sind den Übungsstunden aus gesundheitlichen Gründen fern geblieben. Mit Ausnahme vielleicht der Mountainbiker, die unter freiem Himmel und damit etwas abseits der Ansteckungsgefahr viele Höhenmeter und viele Kilometer erstrampelten, allen voran die Teilnehmer am Stadtradeln, die mit 9472 Kilometern in der Wettbewerbswertung der Stadt Rang eins belegten. Und mit Ausnahme auch der 32 Clubmitglieder, die aus der Not eine Tugend machten und eine virtuelle Rundfahrt über durch Schopfheims Partnerstädte organisierten und dabei in vier Wochen 12300 Kilometer bewältigten.

Im Rahmen der spärlichen Möglichkeiten blieben die aktiven Mitglieder des Skiclubs weitestgehend mobil. Nordic Walking-Gruppen, Senioren, Jedermänner, Skilangläufer und natürlich die Skifahrer:innen im alpinen Bereich hielten sich fit, soweit dies die Pandemie zuließ. Sie genossen Skifreizeiten, Tagesfahrten oder Wanderungen. Und sie waren mit den Kids auf den Pisten, wo immer das möglich gewesen ist. Nicht zuletzt sehr zur Freude des Vorsitzenden und seines Teams, der feststellte: „es macht einfach riesigen Spaß zu sehen, mit welcher Begeisterung unser Nachwuchs ganz allgemein Bewegung im Schnee genießt.“

Finanziell schrammte der Club an der drohenden Katastrophe vorbei. „Wir sind bisher mit einem hellblauen Auge durchgekommen“, sagte Klaus Störk und bekannte, dass er und sein Team „große Bedenken hatte, wie es mit dem Verein weitergehen könnte.“ Zu seiner großen Überraschung aber habe sich das Minus im Berichtsjahr 2019/20 in Grenzen gehalten. Und im laufenden Vereinsjahr 2020/21 konnte der Club sogar ein Plus erwirtschaften, mit dem das Minus des Vorjahres ausgeglichen werden konnte. Und zwar obwohl die Einnahmen aus den Altpapiersammlungen – es wurden erstmals in der Geschichte des Clubs weniger als 20 Tonnen gesammelt – mit rund 800 Euro weit unter den bisherigen Erträgen lagen. Da kam dann aber der Zustupf der Sparkasse Wiesental in Höhe von 1500 Euro zum richtigen Zeitpunkt, gab Klaus Störk für den verhinderten Kassierer Daniel Andreatta zu Protokoll. Und er betonte: „Nach wie vor ist die finanzielle Situation im Skiclub sehr solide.“

Ehrenpräsident Max Schwörer kam schließlich nicht umhin, das, was er in den Berichten hören durfte, zu loben: „Es ist unwahrscheinlich, was in schwierigen Zeiten von den Verantwortlichen im Verein geleistet wurde. Ihr habt alle eine tolle Arbeit abgeliefert“, sagte er, als er um Entlastung der Vorstandschaft bat. Für die appellierte Klaus Störk an die Mitglieder und an die Angehörigen der vielen Jugendlichen, die Dienstleistungen des Vereins so überaus gerne in Anspruch nehmen: „Es wäre sehr hilfreich, wenn der eine oder andere Elternteil sich bereit erklären würde, uns bei unserer Arbeit aktiv zu unterstützen.“ Nicht nur Tatkraft, auch Ratschläge seien jederzeit und gerne willkommen, warb Störk um Mithilfe. „Wir sind nach allen Seiten offen und dankbar für jede kreative Idee, die uns hilft, die Zukunft unseres Vereins und des Wintersports nachhaltig zu gestalten.“ Vielleicht Ideen wie die, die ein Vereinsmitglied hatte, als er die Kooperation des Skiclub Fahrnau mit dem Club Rötteln anzettelte, die nun immerhin zum gemeinsamen Angebot einer Skifreizeit und einem Trainingslager „im schneesicheren“ Pitztal / Österreich führte, die der Club vom 2.-7.1.22 ebenso im Programm hat wie das Jahreshighlight, die Feier zum 60. Club-Geburtstag, die am 25.6.2022 in der Villa Musica über die Bühne gehen soll. Alle anderen geplanten und wegen Corona noch nicht 100prozentigen Termine sind tagesaktuell über die Homepage des Vereins www.ski-club-fahrnau.de zu erfahren. Dort findet sich auch der Veranstaltungskalender mit all den Events, die der Skiclub Fahrnau aktuell in seinem Jahresprogramm aufgeführt hat.

Ehrungen

Gaby Hoffmann, Thomas Schwörer und Roland Blum wurden bei der JHV des Skiclub Fahrnau für 50 Mitgliedsjahre mit der goldenen Vereinsehrennadel ausgezeichnet. Anja Schwietale, Doris Schäfer, Elke Baumann, Angelika Laws, Julia Weis, Daniel Weis, drei Mitglieder der Familie Broeker und Daniela Meier erhielten Nadeln für besondere Verdienste um den Verein.

Wahlen

Wiedergewählt wurden Klaus Störk (erster Vorsitzender), Thomas Schwörer (Stellvertreter), Nico Eisl (Skischule), Stephan Schuhmacher (Skischule), Petra Schmidt (Presse), Gisela Sevecke (Seniorenwartin), Klaus Störk und Thomas Schwörer (Freizeitsport) sowie die Beisitzer Peter Hötzel, Wolfgang Schmidt, Saskia Fechtig, Dieter Huppert und Anja Matt. Neu gewählt werden musste René Präg als Nachfolger von Kassierer Daniel Andreatta und Schriftführer Rudi Müller-Walz, der sich für die Nachfolge von Wolfgang Schmidt zur Verfügung stellte. Die Kasse prüfen ein weiteres Mal Rainer von Hopfgarten und Udo Becker.