FC Schönau: Nach Verzicht wieder Frühlingsgefühle

Schönau (hjh). Der Frühling biegt mit Macht um die Ecke. Und – was noch viel schöner ist – die Vereine wagen sich nach zwei mehr oder weniger tristen Jahren voller Absagen und ausgefallenen Veranstaltungen endlich wieder aus der Deckung. Auch beim Fußballclub sind Frühlingsgefühle schon deutlich spürbar. Das tut gut nach teilweise kurzen Spielrunden, nach nur einigen kleineren Veranstaltungen und nicht zuletzt nach dem „schmerzvollen“ Verzicht auf das traditionelle Winterturnier in der neuen Halle, zu dem sich über 80 Mannschaften gemeldet hatten und das als schier unverzichtbare Einnahmequelle zur Aufbesserung der Vereins-Finanzen gilt, schwer ins Hintertreffen geraten waren. Das aber ist „Gott sei Dank“ Schnee von gestern. Derzeit stehen alle Ampeln auf Grün. Sehr zur Freude auch von Kassierer Daniel Hees, der finanzielle Polster schaffen, die Einnahmen aber auch weiter steigern will, weil weitere Reparaturen und Sanierungsmaßnahmen im Vereinsheim sowie die Sportplatzerneuerung anstehen. Es müsste klappen. Jasmin Markanic jedenfalls freute sich, trotz aller Probleme mit der Pandemie „mit einem bauen Auge davongekommen“ zu sein. Die FC-Vorsitzende ist mehr als nur zuversichtlich, den 460 Mitgliedern, darunter 110 Kinder und Jugendliche, den Herren- und Damenteams und den acht Jugendmannschaften wieder Spiel, Sport, Spaß und gesellige Treffen anbieten zu können. Und Egon Markanic, der Vertreter der „Alten Herren“ hofft, im nächsten Jahr einen Jahresbericht abliefern zu dürfen, in dem es nicht wieder heißt: „Wir hatten null Spiele und null Turniere. Aber wir absolvierten 24 Trainingsabende und förderten die Kameradschaft und Geselligkeit beim Wandern und bei dem Besuch einer Straußi.“

Auf dem Foto vlnr. Robert Bianchi, Daniel Waßmer, Walter Böhler und Jasmin Markanic

Sportlich erfolgreich waren fast alle Mannschaften des Clubs. Die Erste ging laut Stefan Nopper gar „ungeschlagen in die Winterpause.“  Glänzen konnten auch die Jugendmannschaften u.a. in Spielgemeinschaften mit den Freunden aus Todtnau, die im vergangenen Jahr zusammenfanden, nachdem sich der FC Schönau vom FC Zell getrennt hat, wie Murat Arslans Bericht zu entnehmen war. Aktuell hat der Jugendleiter rund 120 Spielerinnen und Spieler ab fünf Jahren sowie 23 Trainer und Betreuer unter seinen Fittichen und ist „stolz“, dass die Mühen des Vereins mit einer Trainingsbeteiligung von 95 Prozent belohnt wurden. Die Anstrengungen des gesamten Teams, das u.a. auf Kooperationen mit Schulen und der Caritas setzt, haben sich ausbezahlt, betonte Arslan, der den Fokus seiner Arbeit auf den Spaßfaktor setzt, den die Jugend im FC „auf alle Fälle haben soll und wohl auch hat“, wenn man ins Kalkül zieht, dass die Anzahl der Jugendlichen seit Jahren als „stabil“ gelten kann, was vor allem einem unglaublich motivierten Mitarbeiterstab zuzuschreiben sei.

In ihrem Rückblick schilderte Jasmin Markanic das Auf und Ab, das die Saison prägte. Vor allem „der Aspekt des Teambuilding, der Mannschaftsgedanke haben gelitten“, sagte sie, freute sich aber auch, dass sich die stagnierenden Zahlen im Jugendbereich nach der Coronapause wieder erholten und dass sich am Ende dann doch über 50 Kleinkinder auf dem Sportplatz austobten. Stattfinden konnte das Heiko Lais & Stefan Simon Gedächtnisturnier. Und stattgefunden hat auch die große Impfaktion, die der FC in Zusammenarbeit mit dem Gesundheitszentrum organisierte und bei der sich herausstellte, dass so gut wie alle FCler bereit waren, Verantwortung für sich und ihre Kameraden zu übernehmen. Das, so Markanic, sei vor allem für die Jugendlichen im Verein wichtig gewesen zu sehen, dass auch ihr Fußballclub Zeichen setzen will und soziale Verantwortung zu übernehmen bereit ist. Und zwar so, wie sich das aktuell fortsetzt mit Angeboten für die ukrainischen Flüchtlinge in der Nachbarschaft des FC, die vom Vorstandsteam ausgearbeitet, mit der Stadt besprochen und dann umgesetzt werden sollen.

Das hörte natürlich auch Alexander Knobel gerne, der anstelle von Peter Schelshorn Grüße und Lob der Stadt übermittelte. „Ihr habt aus einem nicht gerade einfachen Jahr das Maximale herausgeholt“, sagte Knobel und bescheinigte den Fußballern, allen Widrigkeiten zum Trotz die Stadt über deren Grenzen hinaus prima repräsentiert zu haben. Besonders gefalle ihm, was im Jugendbereich geleistet werde. „Für Jugendliche ist es extrem wichtig, in einem Sportverein soziales Miteinander und Gemeinsamkeiten kennen- und schätzen zulernen“, betonte Alexander Knobel und fügte hinzu: „Um das zu erreichen, braucht es viele Menschen. Und speziell denen gilt der Dank der Stadt, zumal sich diese ehrenamtlichen Engagierten neben dem Sport auch für andere Projekte n Schönau und dem Oberen Wiesental einsetzen.

Wahlen

Oliver Gierth hatte keine Mühe, die Vorstandschaft nach „sehr viel perfekt geleisteter Arbeit“ entlasten zu lassen. Der Weg war damit frei für die neuen alten: Jasmin Markanic bleibt weiter erste Vorsitzende, Robert Bianchi steht ihr als dritter Vorsitzender zur Seite. Malin Lindenthal fungiert weiter als Schriftführerin, Tonias und Marc Steinebrunner sind wieder „Organisatoren“, Stefan Nopper leitet die Aktiven-Abteilung und Giacinto Tanese prüft zusammen mit Edgar Strohmeier auch im nächsten Jahr die Kasse.

Ehrungen

Anja Kiefer und Bianca Strohmeier wurde in Abwesenheit für ihre Vereinstreue mit der silbernen Ehrennadel ausgezeichnet. Ebenfalls nachgereiht bekommt Christoph Thoma die Ehrennadel in Gold, die dann Walter Böhler und Daniel Waßmer persönlich von Robert Bianchi für ihre Verdienste, ihr Engagement im Ehrenamt weit übers normale Maß hinaus in Empfang nehmen durften.