Ehrennadel des Landes für Marianne Waßmer

Manfred Knauber, Marianne Waßmer und Zells Bürgermeister Peter Palme

Zell (hjh). Seit fast 50 Jahren ist sie ehrenamtlich aktiv, mischt in unzähligen Vereinen mit, trägt Tracht und in Vorständen Verantwortung. Sie kümmert sich liebevoll um die Jugend nicht nur in ihrer eigenen Familie, sondern als zweite Vorsitzende auch im Kinderschutzbund Lörrach und im Zeller Kindergarten, in dem sie die „Blumengruppe“ leitet. Und nun bekam Marianne Waßmer im proppenvollen Saal des „Löwen“ die verdiente „Quittung“ dafür – in positivem Sinn: Am Freitag steckte ihr Bürgermeister Peter Palme im Auftrag des Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann „für besondere Verdienste im Ehrenamt“ die Ehrennadel des Landes Baden-Württemberg an den Trachtenschal über ihrer Bluse. Rauschenden Beifall gabs nach diesem besonderen Akt der Anerkennung für ein erfülltes Leben überwiegend im Dienst der Mitbürger. Und zuvor natürlich bewegende Worte von Menschen, mit denen es die Geehrte in den vielen Jahren ihres Engagements zu tun hatte.

Gerhard Neugebauer, der Vorsitzende des Bundes „Heimat- und Volksleben“ attestierte Marianne Waßmer „heimatverbundene Bodenständigkeit“, die zu ihr passe wie das Outfit der Trachtengruppe, der sie angehört. „Mit deinem fröhlichen Wesen bist du mir und uns allen seit vielen Jahren ein Vorbild. Solche Leute wie dich brauchen wir dringend“, lobte Neugebauer und trat damit in die Fußstapfen seines Vorredners Peter Palme, der in seiner Laudatio betonte: „Mit deinem freundlichen und fröhlichen Wesen bist du ein unverzichtbarer Bestandteil der Trachtengruppe, der RG Hausen-Zell, des Musikvereins Atzenbach, des Bund Heimat- und Volksleben, der Fasnachtsgesellschaft Zell, des Kinderschutzbundes und nicht zuletzt des hiesigen Kindergartens, den du einschließlich deiner Vereins bei der Regio-Messe zur Unterstützung der Jugendarbeit an einem Verkaufsstand repräsentierst.“ Für all das, aber auch für die Hilfen in der Begegnungsstätte und beim Seniorennachmittag gebühre ihr nicht nur der Dank des Landes, sondern auch der Stadt und der ganzen Bevölkerung.

Alfred Knauber, der Obmann des Bund Heimat und Volksleben Lörrach knüpfte an das Lob Palmes an. Die Ehrung habe sich Marianne Waßmer mit „herausragender Arbeit“ mehr als verdient. Überall gelte sie als große Stütze. Sie sei überaus beliebt und aus keinem Verein wegzudenken, versicherte Knauber und unterstrich sein „ganz großes und herzliches Dankeschön“ mit einem Strauß Blumen.

Dem hatten natürlich Rudolf Philipp aus Marianne Waßmers Freundeskreis und Christoph Greiner, der Vorsitzende der Zeller Trachtengruppe, nicht mehr viel hinzuzufügen. „Es ist vieles und alles richtig gesagt worden“, kürzte Greiner seine vorbereitete Rede rigoros ab und beließ es bei einem Satz: „Du darfst stolz auf dich ein und wir sind das auch. Es gibt wenige, die ein solch ansehnliches Lebenswerk schaffen.“ Und Philipp ergänzte: „Wenn jemand diese Ehrung verdient hat, dann du. Wir alle sind froh, dass wir dich kennen.“ In einer launigen und sehr detaillierten Schilderung ihres Lebens- und manchmal auch Leidensweges schilderte Marianne am Ende dann auch blumig, wie sie ihr „ansehnliches Lebenswerk“ unterstützt von Freunden und der Familie hinter sich brachte.