Skizunft “bewegt” mit neuem Anker

OB Klaus Eberhardt “träumt” vom Ganzjahresbad im Rheinfelder Sportpark

Rheinfelden/Warmbach (hjh). Nun ist sie offiziell in Betrieb, die neue Halle der Skizunft. Am Sonntag wurde das „Lager- und Funktionsgebäude“, das Gudrun Hauck als „Anker“- Platz, als Ausgangs- und Mittelpunkt des Vereinsgeschehens beschrieb, im Rahmen eines Sportprogramms für alte und junge Mitglieder feierlich seiner Bestimmung übergeben. Im gleichen Rahmen übergaben Ralf Bär (RSV), Monika Walbröhl (SG) und Rainer Vierbaum (Skizunft) an OB Klaus Eberhardt einen „Antrag auf Gestattung des Baus von Mountainbike-Trails“ durch die Wälder rund um die Sportstadt Rheinfelden, die Klaus Eberhardt ins Zentrum seiner Grußworte rückte.

Zunächst aber zum Schmuckstück der Skizunft, einer Abteilung der Naturfreunde, die in das 150 Quadratmeter große Projekt inklusive der Zuschüsse von Stadt (20000 Euro) und Badischem Sportbund (30000 Euro) insgesamt 190000 Euro investierte. „Räume machen natürlich keinen Sport, sondern Menschen“, sagte Gudrun Hauck stolz, „aber sie brauchen eine Infrastruktur, einen Anker eben für all das, was wir an Sport machen im Sommer wie im Winter in unserem Club, der sich mit seinen sportlichen Angeboten im Lauf der Jahre zur Ganzjahreszunft gemausert hat.“ Der Verein und seine 130 Mitglieder hänge mit dem Herzen an diesem Anker, der „sichtbar, funktional und flexibel“ in exponierter Lage direkt im Anschluss an das Europastadion des FSV mittendrin im Sportpark der Stadt zu finden ist.

Klaus Eberhardt verwies auf Umfeld der Halle, in das die Stadt gerne Geld investiert habe. Das Sportgelände sei „ein klares Bekenntnis zur Sportstadt Rheinfelden“. Es sei eine große Anstrengung für den Verein gewesen, das Projekt auf den Weg zu bringen. Die 140000 Euro, welche die Skizunft in die Hand nehmen musste, seien „eine Investition in die Zukunft und verdient größten Respekt“, sagte der OB und begann von einem „runden“ Sportgelände zu träumen: „Ich hoffe, dass wir irgendwann in der finanziellen Lage sein werden, ein Ganzjahresbad auf diesem Gelände zu realisieren, damit unsere Stadt gewappnet ist für die nächsten Generationen.“

Auf dem Foto der Antragsübergabe vlnr. Ralf Bär, Monika Walbröhl, Rainer Vierbaum, Klaus Eberhardt, Gudrun Hauck und ganz rechts die CDU-Landtagsabgeorndete Sabine Hartmann-Müller, die in ihren Grußworten auf die ungebremste Sportförderung der Landesregierung im Sportland Baden-Württemberg einging.

Danach nahm der OB den Antrag der Zunft, der Sportgemeinschaft und des RSV entgegen, den Rainer Vierbaum ausgearbeitet und formuliert hat, um den „in ihrem Bewegungsdrang eingeschränkten Mountainbikern“ mehr Freiheiten an einem Ort zu ermöglichen, den „Klima, Lage und Umfeld machen, an dem ganzjährig Bewegung in der Natur und an der frischen Luft nicht nur zu Fuß, sondern auch auf dem Rad möglich sein müssten.“ Vier „Bergab-Korridore in städtischem Waldgebiet“ bieten sich nach Auffassung der Antragsteller Ralf Bär, Monika Walbröhl und Rainer Vierbaum für den Trailbau an: von Nordschaben Richtung Karsau/Beuggen/Riedmatt, vom Nollinger Berg Richtung Krankenhaus oder Riesbergweg, von der Krailochhütte Richtung Degerfelden und vom Eigentum Richtung Herten. Und sie bitten die Stadt „um wohlwollende Prüfung des Anliegens“ und schlagen einen „runden Tisch“ vor, an dem in einem ersten Schritt alle Beteiligten zu Wort kommen sollen.