DRK Zell: Viel Lob für “grandiose” Leistungen

Auf dem Foto die Geehrten vlnr. Johannes Thoma, Stefanie Kummerer, Jannik Sprich, Mira Hug, Hagen Bartsch, Manuela Losacco, Catharina Kaiser, Elfriede Dietsche, Ines Nemec, Hannah Thoma, Kimberly Baur und Larissa Uihlein. Nicht auf dem Foto: Agnes Zimmermann

Zell (hjh). „Außerordentliches“ hat der DRK-Ortsverein für die Stadt und ihre Bürgerinnen und Bürger während der gesamten Coronazeit geleistet, rühmte Bürgermeister Peter Palme bei der Jahreshauptversammlung am Freitag im „Löwen“ die „grandiosen, vorbildlichen“ Aktivitäten des Teams um den Vorsitzenden Johannes Thoma. Palme erinnerte an zahllose Tests in den Schulen, in Hallen und auf Parkplätzen der Einkaufsmärkte, die das „normale Einsatzpensum“ der ehrenamtlichen Ersthelfer gehörig durcheinanderwirbelten und nur mit enormem zusätzlichem Engagement zu bewältigen waren. Und Johannes Thoma gab zu: „Das eine oder andere Mal sind wir in den drei hinter uns liegenden Jahren allerdings an die Grenzen des Machbaren gestoßen.“ Schließlich verhehlte Thoma nicht, dass die Pandemie „unser Jugendrotkreuz besonders getroffen“ habe: Gruppenstunden fielen aus, die Jugendleitung hat den Verein verlassen und deshalb liege die Jugendarbeit mehr oder weniger brach, weil die Nachfolgefrage danach „bisher nicht“ geregelt werden konnte.

8979 Einsatzstunden

Für die Einsatzleitung berichtete Catharina Thoma von acht Blutspendeaktionen mit 1509 Spendern (2021 waren es sechs Prozent weniger als im Vorjahr, weshalb laut Johannes Thoma gezielt fürs Blutspenden geworben werden muss) und insgesamt 8979 Einsatzstunden, in denen zwischen 22 und 24 Ersthelfer aus Zell trotz oder gerade wegen Corona auf Achse waren. Ergänzt wurden diese Einsätze von über 50 Übungs- und Pflegestunden des Teams von Ursel Kiefer, Elfriede Dietsche und Manuela Losacco, das sich in den Berichtsjahren der Sozialarbeit des DRK unter der Überschrift „Betreutes Wohnen“ oder im Pflegeheim gewidmet und großartige, von allen Seiten bewunderte Taten vollbracht hat, nicht mitgerechnet die rund 60 Stunden, die Christa Rätzer in die Übungsstunden mit Senioren oder die 26 Stunden, welche Manuela Losacco in das „funktionale Training für Junge und Junggebliebene“ investierte.

Trotz vieler ausgefallener Gruppenstunden versuchten die Verantwortlichen, die gebliebenen Kids mit Bastelarbeiten und mit Schokolade bei Laune zu halten, bis, ja bis „das JRK aus persönlichen Gründen ab November 21 vorerst stillgelegt“ werden musste, wie Alexandra Ashauer betonte.

Grußworte

„Unglaublich viel Arbeit“ attestierten denn auch die Vertreter der DRK-Ortsvereine Wollbach, Schönau, Todtnau und Maulburg, die Vertreter der Feuerwehren Hausen und Zell sowie der Abgesandte des THW Schopfheim dem überaus rührigen Ortsverein. Auch Albrecht Amann vom DRK-Kreisverband zeigte sich „vor allem von der bemerkenswerten Sozialarbeit“ seiner Kollegen im Städtle „stark beeindruckt“. Denn gerade die sei ebenso wie die Jugendarbeit in heutigen Zeiten extrem wichtig, meinte er und fügte hinzu: „Aber bei allen Problemen, die es hier gab, stimmt mich das, was ich heute Abend gehört habe, sehr positiv.“

Finanziell steht der Ortsverein sehr gut da

Wenigstens finanziell scheint sich zumindest das Pandemiejahr 2021 ausbezahlt zu haben. Kassierer Jürgen Walz „traute“ sich „fast nicht“, den Zuwachs auf dem Konnte des Ortsvereins in Worte zu fassen, der natürlich in erster Linie den unermüdlichen Corona-Einsätzen im Landkreis und darüber hinaus geschuldet war. Er wies aber auch darauf hin, dass Rückstellungen für bald fällige Sanierungsarbeiten am Vereinsheim erforderlich waren und dass die zusätzlichen Einnahmen dafür mehr als willkommen gewesen sind. Wie auch immer: Zu gönnen war dem Ortsverein das stattliche Plus natürlich. Auch Peter Palme bewertete es als „verdienten Lohn für harte Arbeit“. Und er meinte: „Nachdem die Restriktionen vorbei sind, dürfen wir das Vereinsleben wieder aufnehmen. Ich hoffe, dass das im Herbst und im Winter noch so sein wird. Freuen wir uns also auf einen veranstaltungsreichen Sommer, das Jubiläum von Ski- und Fußballclub und der RG und auf das Sommerfest der Stadtmusik, das verbunden sein wird mit einem verkaufsoffenen Sonntag in unserer Stadt.“

Wahlen

Einstimmig und en bloc für die nächsten vier Jahre wiedergewählt wurden Johannes Thoma (1. Vorsitzender), Christian Bauer (2. Vorsitzender) Matthias Uihlein (Schriftführer), Jürgen Walz (Kassierer), Hannah Thoma und Stefanie Kummerer (Kassenprüferinnen), Manuela Losacco (Sozialarbeit), Kimberly Baur, Jannik Sprich und Mira Hug (Beisitzer). Den Verein im Landkreis als Delegierte vertreten Johannes Thoma und Christian Bauer. Sie werden vertreten von Matthias Uihlein und Catharina Kaiser.

Ehrungen

Agnes Zimmermann, Hagen Bartsch, Kimberly Baur, Hannah Thoma, Stefanie Kummerer und Larissa Uihlein wurden von Albrecht Amann für fünf aktive Jahre im DRK-Ortsverein ausgezeichnet. Ines Nemec erhielt die Ehrung für zehn, Jannik Sprich für 15 und Mira Hug für 20 aktive Jahre unter dem Zeichen des Roten Kreuzes, weshalb sie sich auch über die Ehrennadel des Landesverbandes in Bronze freuen durfte. Und auf 25 aktive Jahre ist Elfriede Dietsche stolz, die zur Ehrung durch den Verein auch noch mit der silbernen Ehrennadel des Landesverbandes bedacht wurde und das frisch von der Leber weg mit einem „jetzt merke ich doch, dass ich langsam alt werde“ kommentierte.

Schließlich strichen Johannes Thoma, Stefanie Kummerer und Catharina Kaiser noch Lob von ganz „oben“ ein: die DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt drückte auf Urkunden ihren Dank aus für „außerordentliches Engagement im Rahmen der COVID-19-Pandemie.

Christian Bauer (2. Vorstand), Jannik Sprich (Beisitzer), Manuela Losacco (Sozialarbeit), Hagen Bartsch (Bereitschaftsleitung), Alexandra Ashauer (Stellv. Bereitschaftsleitung), Matthias Uihlein (Schriftführer und stellv. Bereitschaftsleitung), Kimberly Baur (Beisitzer), Jürgen Walz (Kassierer), Catharina Kaiser (Bereitschaftsleitung), Johannes Thoma (1. Vorstand)