Halbzeit beim Bau des MTB

Schönau (hjh). In kleinen Schritten geht’s nun doch voran: Nachdem mehrmalige Ausschreibungen der MTB-Gewerke „Dachdeckungs- und Blechnerarbeiten“ erfolglos blieben, wurde das Architekturbüro BEMV auf Geheiß der Verwaltung aktiv und führte Verhandlungsgespräche mit den infrage kommenden Firmen. Bei den Blechnerarbeiten seien die Gespräche noch nicht abgeschlossen, sagte Planer David Hülsmann, um den Gemeinderäten bei der Sitzung am Montag dann aber ein Dachdecker-Angebot zu unterbreiten. Billigste von zwei Bietern war die Firma Baumgartner, die bereits die Holzbauarbeiten am MTB ausführt. Die Dachdeckerarbeiten werden mit 85177 Euro zu Buche schlagen. Damit werde der Anschlag um 23679 Euro (38,5 Prozent) übertroffen. Die Planer wiesen in diesem Zusammenhang aber darauf hin, dass 11570 Euro der Mehrkosten Sonderwünschen wie etwa die vom Gemeinderat geforderte PV-Anlage, zwei Dachfenster und zwei Elektrorollläden zuzuschreiben seien. Ohne die Zusatzleistungen müssten 12109 Euro (19,69 Prozent) draufgelegt werden. Und das halte sich dann angesichts heutiger Baupreise dann doch noch ein einem erträglichen Rahmen. Das sahen wohl auch die Ratsmitglieder so, die zur Kenntnis nahmen, dass nun 16 Gewerke vergeben und weitere 16 noch offen sind, und die dem Vergabevorschlag der Verwaltung einstimmig folgten.

Mit den Holzarbeiten werde Anfang kommender Woche begonnen, gab David Hülsmann bekannt. Der Holzbau stünde nach ein bis zwei Wochen und sei dann weitestgehend regensicher. Und im Winter sei das ganze Gebäude „dicht“. Dann könne mit dem Innenausbau begonnen werden. Zu Beginn der Maßnahme müsse mit Behinderungen gerechnet werden: „Für ein paar Tage wird die Gentnerstraße gesperrt“, sagte Bauamtsleiter Helmut Wunderle.

Werbung abgelehnt

Schönau (hjh). Nicht anfreunden konnten sich weder Gemeinderäte noch Bürgermeister Peter Schelshorn dem Antrag auf „Errichtung einer doppelseitigen, beleuchteten und freistehenden Werbeanlage an der B317 im Gewann Schönenbuchen, deren Plakatanschlag alle zehn Tage gewechselt“ werden würde. „Wollen wir das oder wollen wir es grundsätzlich nicht“, hieß es in der Runde, in der sich von Beginn der Debatte an die Meinung manifestierte, dass – unabhängig von der befürchteten Sichtbehinderung und der sich dadurch ergebenden Gefahrenquelle – „ein solch hässliches Ding ganz und gar nicht in unser Stadtbild passt“, wie Ratsherr Jesko Anschütz (Freie Wähler) betonte. Alexander Knobel könnte sich „etwas Schöneres in einer Ortsdurchfahrt“ vorstellen. Und Oliver Gierth (FW) hielt das Werbeinstrument, bei dem die Stadt laut Peter Schelshorn „keinerlei Einfluss auf die gezeigten Reklametafeln hat“ für „einfach nur schrecklich“. Die einstimmige Ablehnung des Projekts war danach reine Formsache. Die Befürchtung von Michael Sladek (FW), das Landratsamt könne sich möglicherweise über den Schönauer Beschluss hinwegsetzen, teilte der Bürgermeister nicht. „Es handelt sich hier nicht um einen Bauantrag oder um die Einhaltung von Vorschriften eines Bebauungsplans, sondern um eine Tafel, die als Sichtbehinderung sicherlich auch ein Dorn im Auge der Verkehrsbehörde ist und die nach Meinung der Verwaltung „einfach nicht hierhergehört. Und damit wird sich auch das Landratsamt abfinden.“

Abbruchplanung genehmigt

Schönau (hjh). Breiten Raum nahm bei der Ratssitzung am Montag die Debatte über die Tagesordnung der am Donnerstag auf der Agenda stehenden Verbandsversammlung ein. Wichtigste Punkte dabei waren die Vergabe von Ingenieurleistungen zur Planung des Abbruchs der alten Buchenbrandhalle, für den im laufenden Haushalt 320000 Euro zur Verfügung stehen. Planen wird den Abriss das Freiburger Büro Fritz. Begonnen aber würde mit den Arbeiten erst, wenn die Halle, die Flüchtlingen aus der Ukraine als Zwischenaufenthalt diente und seit einigen Tagen wieder leer steht, vom Verwaltungsverband nicht mehr an den Landkreis vermietet ist, sagte Peter Schelshorn und versicherte, dass der unbefristete Mietvertrag so lange gilt, bis die weitere Verwendung der Halle geklärt sei oder bis der Verwaltungsverband beschließe, das Mietverhältnis zu beenden. Keine Chance räumte der Bürgermeister der Überlegung Mechthild Münzers ein, die Halle in ein mehrstöckiges Parkdeck umzuwandeln. Das, so Schelshorn, sei nach Aussage der Planer und Statiker nur mi erheblichem Aufwand machbar. Und er stellte klar: „Wenn wir Geld verlochen wollen, machen wir das, wenn nicht, lassen wir die Finger davon.“ Und da niemand bereit war, Geld zu verlochen, wurde die Ausgabe von 30160 Euro für die Abrissplanung einstimmig beschlossen.

Zustimmung zur neuen Benutzungs- und Gebührenordnung der Mehrzweckhalle signalisierte das Gremium ebenso wie die zur Neufestsetzung der Kindergartengebühren, mit der sich – weil mit Erhöhungen der Elternbeiträge zu rechnen ist – lediglich Michael Schröder (SPD) „schon traditionell“ nicht anfreunden mochte und die am Donnerstag gewiss noch für Diskussionsstoff sorgen wird.

Gemeinderat Schönau einstimmig für den Verbandswerkhof

Mit weiteren Diskussionen ist auch zum Thema „Verbands-Werkhof“ zu rechnen, obwohl die endgültige Entscheidung jetzt doch erst in der Verbandsversammlung am 22.9. dieses Jahres fallen soll. Die Gemeinderäte der Stadt Schönau allerdings stimmten dem Projekt wie die Kollegen in Böllen einstimmig zu, nachdem Bürgermeister Peter Schelshorn um ein Stimmungsbild gebeten hatte. Wieder einmal war es Mechthild Münzer (CDU), die ein Haar in der Suppe zu finden glaubte, obwohl sie dem Projekt eigentlich nicht im Wege stehen wollte. Sie hielt bzw. hält es für erforderlich, die Bevölkerung darauf hinzuweisen, dass den städtischen Haushalten nach der Einführung eines Trios im Werkhof, das sich einzig und allein um das – so Schelshorn – „höchste Gut der Menschen, das Wasser“ kümmern wird, eine Wasserpreiserhöhung ins Haus stehe. Das allerdings mochte Peter Schelshorn weder bestätigen noch von der Hand weisen. Aber: „Der jetzige Preis für 1000 Liter Trinkwasser bester Qualität ist praktisch geschenkt“, gab er zu Protokoll. Er verglich den Preis mit dem, was in Einkaufsmärkten für vergleichbares Wasser zu bezahlen wäre und verteidigte schon jetzt mögliche Mehrkosten mit den Qualitätsverbesserungen, die mit einer eventuellen Erhöhung des Wasserpreises um einen Euro einhergehen würden. Und dann kam Schelshorn nochmals auf das Thema „Solidarität“ zu sprechen, die sich auch auf die Wasserpreise auswirke. „Bei den einen wird das Wasser etwas billiger, bei andern teurer“, sagte er und fügte hinzu: „Genau da fängt Solidarität an.“ Weitere Diskussionen blockte (wieder einmal) Michael Sladek ab, der wie schon in der Verbandsversammlung neulich „Pfennigfuchserei“ verteufelte und eine „ganz grundsätzliche Entscheidung“ forderte darüber: „Will ich das oder will ich das nicht.“ Wenn das Projekt dabei über Preise zerredet werde, „wird’s den verband zerreißen“, sagte er. Seiner Meinung nach werde das „zur einer Zwangseingemeindung“ führen. Und die werde „viel, viel schneller kommen, als sich das mache vorstellen.“ Die Debatte über 20 Cent weniger oder mehr könne nicht Grundlage einer Entscheidung sein, sagte Sladek und wies auf die „einmalige Chance“ hin, dem Gemeinschaftsprojekt zuzustimmen. Sollte das nicht gelingen, sei der Verbandsgedanke tot und der Einheitsgemeinde Todtnau und Schönau würden Tür und Tor geöffnet. „Schritt für Schritt“ werde diese kommen. Wenn wir jetzt nicht sagen, wir alle tragen das Projekt Verbandswerkhof mit und versuchen nicht, es mit „kleinkarierter Rechnerei“ kaputt zu machen.

Schonzeiten für den Bademeister

Schönau (hjh). Einstimmig beschlossen die Gemeinderäte eine Änderung der Schwimmbad-Öffnungszeiten. Um den „Bademeister, für den bisher noch keine Verstärkung gefunden wurde, nicht zu verheizen“, öffnet das Schönauer Freibad ab kommendem Montag „Montags, mittwochs und freitags erst um 11 Uhr.“ Diese Regelung gilt in dieser Saison, betonte Bürgermeister. Peter Schelshorn in der Hoffnung, im nächsten Jahr die ausgeschriebene Stelle eines zweiten Bademeisters besetzen zu können.

Weiter wurde eine Änderung der Badeordnung beschlossen, die ebenfalls ab sofort in Kraft treten wird und die im Vorfeld bereits heiß diskutiert wurde: „Kinder, die noch nicht schwimmen können, müssen im Nichtschwimmerbecken Schwimmflügel tragen. Übungsschwimmen ohne Schwimmflügel ist ab fünf Jahren mit den Erziehungsberechtigten nach Absprache mit der Badeaufsicht erlaubt. Aber: Bei stark besuchtem Bad ist dies nicht möglich.“ Jesko Anschütz verteidigte die neue Regelung damit, dass es notwendig sei, „dem Bademeister öffentlich den Rücken zu stärken und klar Kante zu zeigen, wenn jemand kommt und mault.“ Schwimmflügel seien nachweislich einzig dafür geeignet, den Kopf von Kleinkindern über Wasser zu halten. Schwimmereien oder andere Hilfsmittel dagegen könnten lediglich im Schwimmunterricht eingesetzt werden. Und ein solcher Unterricht werde für Kinder unter fünf Jahren aus nachvollziehbaren Gründen nirgendwo angeboten.

50 Jahre Jumelage mit Villersexel – Jubiläum wirft Schatten voraus

Schönau (hjh). Das 50jährige Jumelage-Jubiläum mit Villersexel (Haute Saône) im kommenden Jahr wirft seine Schatten voraus. Bürgermeister Peter Schelshorn forderte seine Ratsmitglieder dazu auf, sich „schon jetzt mit dem Thema zu beschäftigen, sich Gedanken darüber zu machen, wie das Jubiläum gebührend geifert werden könnte. Schönaus Partnerstadt jedenfalls freue sich bereits riesig auf die bevorstehenden Festlichkeiten, versicherte er.

Brunnen dicht

Außerdem gab Peter Schelshorn bekannt, dass die Stadt wegen der drohenden Wasserknappheit als Vorbild vorangehen wolle und deshalb alle Brunnen in ihrem Einzugsbereich vorsorglich abstelle. Außerdem habe die Stadt angeordnet, dass ab sofort das Grillen an öffentlichen Grillstellen wegen der Waldbrandgefahr – im Land gelte Stufe 5 von 5 – verboten sei.

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