MV Fahrnau: Ein außergewöhnliches Projekt

Freude auf große Projekte (von links): Céline Pellmont, Sarah Schöffer, Anja Halbauer, Benjamin Brenzinger, Patrik Bender und Katharina Trefzer. Foto: Ines Bode.

von Ines Bode

Schopfheim-Fahrnau. Der Termin steht bereits fest: Am 26. November werden die Mitglieder des Musikvereins Fahrnau ihre erste Auftragskomposition zu Gehör bringen. Den Anfang nahm das außergewöhnliche Projekt im Januar 2021 – alle Hoffnungen richten sich an den Herbst, hieß es an der Jahresversammlung in der „Villa Musica“.

Ausblick:

Als Ideengeberin trat Dirigentin Céline Pellmont auf. Komponisten und Dirigenten seien generell eng verbandelt, es gebe ein Netzwerk, daher wollte sie ein solches Vorhaben einmal angehen, sagt sie. Und die Fahrnauer zogen mit ihrer neuen Leiterin mit. Geschrieben habe das Werk der Holländer Hardy Mertens, der schon früher in Schopfheim aktiv war. Das Stück heißt „Das Glasmännlein“, eine Figur aus dem Märchen „Das kalte Herz“. Gleichwohl spiegele sich in den Noten die Mentalität des Orchesters wider. Es gehe auch um unsere Werte, betont Pellmont. Dem ersten Vorsitzenden Benjamin Brenzinger zufolge wählte man die Bühne der Stadthalle. Die Akustik der Stadtkirche sei in diesem Fall nicht ganz geeignet. Er berichtet, Hardy Mertens sei im Oktober 2021 zwecks persönlicher Begegnung vor Ort gewesen. Man habe ihm vorgespielt, um zu klären, ob die Interpretation den Vorstellungen des Klangschöpfers entspreche. Zu erleben sind die Musiker auch am Sonntag, 31. Juli, im Rahmen des Sportwochenendes der Nachbarn vom FV Fahrnau. Das Repertoire fällt passend zum Anlass aus. Eine weitere künftige Aufgabe sei die Werbung neuer Mitstreiter. Brenzinger riet, ganz einfach Freunde und Bekannte anzusprechen. Der Blick ins Jahr 2023 weist auf das 20-jährige Bestehen des Vereinsdomizil „Villa Musica“.

Wo vor zwanzig Jahren nichts als Wiese war, präsentiert sich ein nach wie vor modernes einladendes Vereinsheim. Jedoch stehen erste bauliche Maßnahmen zum Erhalt an, abgesehen vom Boden, der schon mehrmals dran war. Das Jubiläum werde im Herbst 2023 auf alle Fälle gefeiert. Patrik Bender, der zweite Vorsitzende, warb indes für mehr Engagement bei nötigen Vereinspflichten. Rückblick: Bilanz zogen neben Brenzinger auch Schriftführerin Katharina Trefzer und die Dirigentin. Im September 2019 schaffte man noch eine Premiere: Das Lampionfest fand erstmals auf dem Vereinsareal statt. Zuvor war man auch beim Weiler Bläserfestival zu hören. Im Prinzip jedoch verliefen die Corona-Jahre 20/21 mit sieben Auftritten ruhig wie nie. Aber man brachte es im Turnus 19/20/21 auf immerhin 85 Proben. Jugend: Zehn Zöglinge betreut Sarah Schöffer derzeit. Es hatte wegen der Pandemie Austritte gegeben, drei Jungmusiker wurden in die Reihe der Aktiven aufgenommen. Gleichwohl nahm man sich des Nachwuchses während der Pandemie an. Die Dirigentin sprach Dank aus, und gab dem Punkt „Motivation“ Raum.

Finanzen:

Anja Halbauer ließ die drei letzten Jahre Revue passieren. Allein 8000 Euro fielen in diesem Zeitraum für Noten und Instrumente an. Unterm Strich musste man Verluste einstecken, kam aber besser als manch anderer durch die Krise. Wahl: Im Amt bestätigt wurden der erste Vorsitzende Benjamin Brenzinger, der zweite Vorsitzende Patrik Bender, die Schriftführerin Katharina Trefzer, Kassiererin Anja Halbauer, Requisitenverwalterin Marina Huber und Notenwartin Annika Halbauer. Neue Jugendleiterin ist Sarah Schöffer. Aktivbeisitzer bleiben Benedikt Vogt und Gerald Blüss, neu dabei ist Adrian Vogt. Passivbeisitz behalten Florian Huber und Gerhard Trefzer. Mitglieder: 241, davon 48 Aktive.