Schulabschluss: “Wir praktizieren Bildung!”

Wiechs (hjh). „Endlich, endlich. Wir freuen uns riesig, an unserer Schule wieder mal ein tolles Fest feiern zu können“, sagte die Grundschulleiterin Kristina Reffgen, als sie die unüberschaubar große Gästeschar, die Kids ihrer Schule, Schulabgänger, Eltern, Großeltern, Onkel und Tanten bei fast schon zu schönem Wetter am Donnerstag zum Fest auf dem Schulhof begrüßte. Reffgen stellte ihren Gästen „all die Menschen vor und hinter den Kulissen, die unsere Schule ausmachen“ vor, das Personal, das den Schulbetrieb aufrechterhält, die Lehrerinnen und den Förderverein. Und natürlich die Rasselbande aus vier Klassen, von denen am Donnerstag dann doch einigen Jungs und Mädchen die letzte Grundschule-Stunde schlug. Eingeläutet wurde diese Stunde mit Beiträgen der „Saitenjugend Rocking Strings“, mit herzerfrischenden Liedern der Erdmännchen- und der Igelklasse, einem Sommergedicht der Klasse drei und ein paar Reden wie die von Ino Hodapp, dem Ortsvorsteher, der sich bei den Gemeinderäten der Stadt bedankte, „dass sie hier einmal die neue Halle für 3.3 Mio. und jetzt die Sanierung der Schule für 700000 Euro durchgezogen haben“ und auch mit ein paar Überraschungen wie das Radon-Problem, das mit einer Absauganlage auf neuestem Stand der Technik aus der Welt geschafft wurde, klar gekommen seien. „Die Langenauer reden immer vom Bildungshaus, wir in Wiechs, wir praktizieren Bildung“, sagte Hodapp,, der wusste, wem das zu verdanken sei: „Den Lehrkräften der Schule und den Erzieherinnen der Kindertagesstätte.“ Und hörbar stolz fügte Ino Hodapp hinzu: „Ich denke, es ist ein ganz großer Vorteil, dass wir Kindergarten und Schule hier in unserem Ort haben.“ Im Interesse der Kinder seines Ortsteils hoffe er, dass die nächste Investition in den geplanten Gehwegbau in diesem und im nächsten Jahr sichtbar Früchte tragen, „damit die Kinder einen sicheren Schulweg haben.“

Saitenjugend Rocking Strings

Das Kunstprojekt

Anna Da Caprio, die Vorsitzende des Fördervereins, ging auf den „Wandel“ ein, der in den zwei zurückliegenden Jahren durchgestanden werden musste. Das aber sei hinnehmbar gewesen. Immerhin erstrahle die Schule jetzt „in neuem Glanz“, Und schließlich sei, zitierte sie Vincent van Gogh, „Wandel ist so wichtig wie die Blätter im Frühling.“ Ihr Verein verfolge das Ziel, etwas für die Ausstattung der Schule zu tun und Projekte zu fördern. Zu Beginn ihrer Amtszeit als neue Vorsitzende sei sie sehr glücklich darüber, „ganz am Anfang ein richtig, richtig schönes Projekt vorstellen“ zu dürfen, das die Künstlerin Gaby Rother zusammen mit den Schulkindern in Angriff nehmen will. Sie werde eine Wand über zwei Stockwerke hinweg „mit einem wunderschönen Wandgemälde verschönern und alle Kinder würden in die Verschönerungsmaßnahme eingebunden sein“, sagte Anna Da Caprio über das kunstpädagogisch wertvolle Projekt, das ihr Verein fördere und unterstütze dank der Beiträge von Mitgliedern und der Spenden, um die sie die Anwesenden dann auch eindringlich bat. Die weit über die Region hinaus bekannte Kunstmalerin möchte u.a. mit ihren Werken „die Komplexität der Schöpfung erlebbar machen, Momentaufnahmen versuchen, um Zustände des Seins im Alltag aufzuspüren und diese sichtbar zu machen“, erklärt Rother Hintergründe und Motive ihrer Arbeit, mit der sie in der Grundschule Wiechs bereits begonnen hat und für die sie insgesamt zehn Tage, die nach den Sommerferien intensiviert werden, eingeplant hat.

Begonnenes Kunstprojekt

Theater mit den Entlassschülern

Eine gelungene Schau zogen die Entlassschüler unter der Regie von Jessica Fetscher-Dede ab. „Stand up!“, „steh auf!“, sangen sie und spielten „nach vier viel zu kurzen Jahren Abschied nehmen“ von der Naturparkschule, Mitschülern und Lehrern. Den Abschiedsschmerz lindern werde die Erkenntnis: „Man muss mit der Zeit gehen, sonst muss man mit der zeit gehen.“ Sie erzählten von „so vielen schönen Dingen“, die sie an ihrer Schule erlebten, schwärmten von ihren Berufswünschen, schlugen Rad und standen Kopf und sorgten damit für rauschenden Applaus des in praller Sonne schwitzenden Publikums.

Viertklässler stehen Kopf…
… und schlagen Rad

Verabschiedung

„Unglaublich, was man schaffen kann, wenn man nur will“, wunderte sich Kristina Reffgen darüber, dass zur Vorbereitung der tollen Nummer der Viertklässler ganze vier Schultage zur Verfügung standen. Ihre Schützlinge schickte die Schulleiterin dann mit guten Wünschen auf die Reise ins Unbekannte, welche die Kinder nach den Sommerferien antreten werden: „Vergiss nie, du bist toll, du bist einzigartig. Du bist so viel mehr als deine Noten. Höre nie auf, an dich zu glauben, sei stolz auf dich und das, was du kannst. Du kannst in deinem Leben alles erreichen. Greife nach den Sternen und glaube an deine Träume.“ Für jeden der Schüler gabs als Abschiedsgeschenk einen Fallschirmspringer. Und warum? „Der Übergang an eure neue Schule ist irgendwie auch ein Sprung ins Ungewisse.“ Ein etwas mulmiges Gefühl gehöre dazu, wenn man abspringt. Wenn mal etwas nicht ganz glatt laufe, wünsche sie den Kindern Eltern und Lehrer, die sie – wie der Schirm den Fallschirmspringer – auffangen, kam die Pädagogin zum Schluss.

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