Planbuden-Endspurt in Fahrnau

Auf dem Hieber-Parkplatz in Fahrnau war viel Betrieb

Schopfheim / Fahrnau (hjh). Die erste Etappe zur Realisierung eines Stadtentwicklungskonzeptes ist beendet. Am Samstag hatte Projektleiter Thomas Schmitz seine Pop-Up Zeltbude auf dem Hiebers Lädele-Parkplatz noch einmal aufgebaut, um nach Eichen, Wiechs, Langenau, Enkenstein, Kürnberg, Raitbach, Gersbach und der – an diesem Tag total verregneten Kernstadt auch im letzten Ortsteil der Markgrafenstadt zu erfahren, wie sich die Bürgerinnen und Bürger dort ihr „Schopfheim 2035“ vorstellen. Mit einmal mehr großen Erfolg. Viele kamen, um mit dem Stadtplaner zu diskutieren, vieles wurde moniert. Dabei stellte sich erneut heraus, dass sich viele der Probleme, aber auch „gute“ Dinge wie „Freibad“, „VHS, „AKI“, „Gastronomie“ usw.)  im einen wie in den anderen Orten gleichen. „Ärztemangel“, „Häuserwüsten“, „ÖPNV“, „zu viele Autos in der Innenstadt“, „Stadtplanung nur durch ein örtliches Bauunternehmen“, „nur wenige bebaubare Flächen für die städtische Wohnbau oder für Baugenossenschaften“, „mehr Freizeitangebote für die Jugend“, und nicht zuletzt „Barrierefreiheit für Fußgänger (absenkte Gehwege u.a.)“ waren beispielsweise Themen, die grundsätzlich in allen Orten angesprochen wurden und die zeigten, dass es bis 2035 viel zu tun gibt in der Markgrafenstadt, die sich mit der Bürgerbeteiligung am Entwicklungskonzept weit aus dem Fenster gelehnt hat und sich sicherlich irgendwann daran messen lassen muss, in wieweit sie ihre Entwicklung an der Meinung der Bürger orientiert (hat).

Thomas Schmitz (rechts) nahm Wünsche entgegen

Thomas Schmitz zeigte sich „hochzufrieden“ mit der Resonanz. „Überraschend viele Menschen“ haben sich an den Aktionen bisher „sehr konstruktiv und mit durchweg guten Ideen“ in das Projekt eingebracht, freute er sich und wies darauf hin, dass – angeführt von Gersbach, wo allein 200 Leute die zusammengekommene Sammlung bereicherten – über 900 Mitbürger:innen Stimmzettel abgaben, die in den nächsten Wochen von seinem Team ausgewertet werden.

Gute Wünsche an der Leine

Zur Erinnerung: Die Stadt erbat Vorschläge, wie sich Schopfheim samt Ortsteilen in den nächsten 10 bis 15 Jahren entwickeln solle, welche Ziele zu den anstehenden Handlungsbereichen „Wohnen, Bauen, Baukultur“, „öffentlicher Raum, Stadtgrün, Aufenthaltsqualität“, „Mobilität, Infrastruktur, Kommunikation“, „Freizeit, Kultur, Tourismus“, „Landschaft, Landwirtschaft, Ökologie“, „Klima, Energie, Nachhaltigkeit“, „Handel, Gewerbe und Dienstleistungen“ sowie „Gemeinschaft, Integration, Soziales“ zu erreichen sein sollten. Erste Ergebnisse werden schon bald auf der Projekt-Webseite www.schopfheim2035.de veröffentlicht und nach Vorlage im Gemeinderat als Basis des Auftrags zur Entwicklung eines Konzeptentwurfes auf den Weg gebracht. Der Entwurf werde danach noch einmal bei Saalveranstaltungen in der Stadt und in ihren Ortsteilen präsentiert bzw. zur Diskussion gestellt. „Dabei“, so Thomas Schmitz, „werden Kritiken auf alle Fälle berücksichtigt und gegebenenfalls in die Vorlage eingearbeitet, die am Ende den Gemeinderäten im Rahmen einer Klausurtagung als Entscheidungsgrundlage dienen wird.