Das Vereinsschiff der DLRG Schopfheim nimmt wieder Fahrt auf

Jürgen Vetter hat alles prima im Griff

Schopfheim.  Nach starkem Wellengang mit teilweise beängstigenden Flauten steuert Jürgen Vetter das Vereinsschiff der DLRG endlich wieder durch ruhigere Gewässer. „Wir haben die pandemiebedingte Durststrecke im Gegensatz zu vielen anderen sehr, sehr gut überstanden“, zog der Vorsitzende, der nach einer „von oben“ verordneten Satzungsänderung nun Präsident der Ortsgruppe Schopfheim ist, ein durchaus positives Fazit nach drei Jahren, in denen die Jahreshauptversammlung viermal verschoben oder abgesagt werden musste. Man habe die Zeit, in der so gut wie alle Schwimmkurse, das Training und auch gesellige Treffen abgesagt werden mussten, genutzt, um das Vereinsheim beim Freibad auf Vordermann zu bringen. Wände wurden gestrichen, Heizungen neu installiert. Und schließlich nicht zuletzt dank der Unterstützung eines örtlichen Bauunternehmens sowie einer Reihe von Handwerksbetrieben auch eine Küche angebaut. Rund 16000 Euro habe der Verein in das Projekt insgesamt investiert, das laut Vetter ohne Eigenleistungen und ohne die großzügige Unterstützung von außen „locker über 70000 Euro gekostete hätte. Lob zollte der Präsident in diesem Zusammenhang vor allem der DLRG-Jugend, die neben den 800 von total 1200 „normalen“ Dienststunden der DLRG allein 900 von insgesamt 1800 Stunden im und am Bau geleistet haben.

Inzwischen ist das Projekt abgeschlossen. Die Lebensretter widmen sich wieder ihrer eigentlichen Aufgabe, dem Dienst im Freibad, ihrem Training und den Schwimmkursen, von denen im Jahr 2021 sechs à zehn Stunden und 2022 sieben à zehn Stunden stattgefunden haben, nachdem der DLRG nach den Corona-Pausen 2019 und 2020 im folgenden Jahr 2021 „förmlich die Bude eingerannt“ worden sei. „Wir haben viele Stunden aufgewandt, um unser Ziel zu erreichen, Kindern die Angst vor dem Wasser zu nehmen und ihnen Schwimmen zu lernen“, betonte Jürgen Vetter und kündigt an, dass sein Verein dieses Ziel auch im kommenden Jahr in verstärkter Kooperation mit Kindergärten und Schulen nicht aus den Augen verlieren werde. Auch in diesem Bereich sei selbstverständlich wieder der Vereinsnachwuchs mit im Boot. Um die Kinder und Jugendlichen bei Laune zu halten, werden wieder gesellige Treffen organisiert, versicherte Saskia Ohoven, die in ihrem Rückblick „viele nette Stunden“ im Kreis ihrer Schützlinge Revue passieren ließ und auch an die „Bachputzete“ erinnerte, die pandemiebedingt nicht ganz so dramatische Auswirkungen hatte wie zuvor: „Statt der sonst üblichen sechs bis sieben Säcke voller Müll haben wir zuletzt lediglich noch einen Sack voll gesammelt“, schmunzelte Ohoven.

Inzwischen, so Jürgen Vetter, laufe alles wieder „fast normal“. Dazu tischte er den Mitgliedern Pläne zum Bau eines Schulungsraumes auf, der zwischen dem Vereinsheim und der nebenan stehenden Garage entstehen soll. Der Bauantrag dazu sei bereits eingereicht und von der Stadt genehmigt worden, stellte Vetter die Mitglieder vor fast schon vollendete Tatsachen, was von verschiedenen Seiten nicht gänzlich ohne Kritik hingenommen wurde. Denn zugestimmt hatten die Mitglieder bis dato noch nicht. Im Gegenteil. Einige bezweifelten, ob der Neubau, der immerhin rund 80000 Euro kosten wird, tatsächlich notwendig sei und ob für ihn nicht wertvolles Gelände rund ums Heim geopfert werden müsse. Obwohl die Finanzierung (20000 Euro im Jahr 2022 und weitere 15000 Euro im Jahr darauf von der Stadt, 30000 Euro Eigenmittel, Spenden und Eigenleistungen und 15000 Euro Darlehen) laut Jürgen Vetter und Schopfheims ehemaligem Bürgermeister und neuem Ehrenbürger Klaus Fleck „weitestgehend“ gesichert sei, befürchteten einige, dass die Investitionen in Bauten auf einem Gelände, das nicht dem Verein, sondern der Stadt gehöre, „im Falle eines Falles unangenehme Folgen“ könnte und dass die Gefahr bestehe, viel Geld in den Sand zu setzen, wenn das Bad irgendwann verlegt oder von der Stadt aus anderen Gründen aufgeben werden müsse. Unterstützt von Bernhard Springmann versuchten die „Planer“ die Bedenken zu zerstreuen. Ganz gelang ihnen das aber nicht: 14 Mitglieder votierten für, acht gegen das Projekt. Bei immerhin zwölf Enthaltungen war dann die Kuh aber vom Eis. Jürgen Vetters Angst, „im Falle einer Ablehnung bei der Stadt ganz schlechte Karten“ zu haben, war unbegründet. Der Bau des Schulungsraums war genehmigt-

Wahlen

Das Präsidium der Ortsgruppe wurde mit bewährten Kräften einstimmig in offener Wahl neu besetzt: Jürgen Vetter (Präsident), Ute Günther, Martha Herzog und Luca Dreher (Vizepräsidenten), Julia Bär (Schatzmeisterin), Christine Reh (Schriftführerin) und Christian Glombitza (Materialwart).

Ehrungen

Geehrt wurden für zehnjährige Mitgliedschaft Sara Förtsch, Gudrun Schemel, Sabine Mair, Tim Pfeffer, Erika Luckas, Simon Reh und Finley Greiner. Vom Verbandsvertreter Tim Gries für 25jährige Mitgliedschaft mit Silber bedacht wurden Georg Lehmann, Dennis Vogt, Michael Leisinger, Klaus Fleck, Jürgen Vetter, Petra Vetter, Günter Amann, Stefan Herzog, Christian Vetter, Tobias Vetter, Christine Bürgin, Steffen Reichel, Ilona Reichel, Anne Reichel und Jan André Vetter. Und Markus Sturm erhielt zusammen mit Daniel Andreatta Gold für vierzigjährige Treue zur DLRG. Das große Verdienstabzeichen der DLRG überreichte Tim Gries schließlich dem Ortsgruppen-Präsidenten Jürgen Vetter.

Jürgen Vetter ist auch auf dem Bild stellvertretend für alle anderen Geehrten zu sehen, von den fast alle nicht anwesend waren. Auf dem Bild Präsidium vlnr. Bernhard Springmann, Julia Bär, Jürgen Vetter, Ute Günther und Saskia Ohoven, die Jugendvertreterin

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