CDU-Aktion: Anlieferer loben “best organisierten Recyclinghof” in Zell

CDU-Ortsverband kam mit vielen “Kunden” ins Gespräch

Zell (hjh). Staus auf der Kreisstraße in Richtung Riedichen, jede Menge Betrieb auf dem Areal des Recyclinghofs im Ortsteil Atzenbach: „Alles wie immer“ also, wie die Betreiber der von einer Schließung bedrohten Anlage versichern. Und doch war es am Samstag ein klein wenig anders. Denn mittendrin im Trubel stand der Pavillon des CDU-Ortsverbandes. Klaus Wetzel und Matthias Kiefer wollten sich vor Ort davon überzeugen, was denn dran ist am Widerstand, den das Landratsamt mit der Ankündigung in Gang brachte, die Einrichtung stillzulegen. Drei Stunden lang sammelten die beiden CDU-Gemeinderäte Unterschriften gegen die Schließung. Gelegenheit dazu hatten sie reichlich, denn es ging für die Autos, die da in Schlange vor den Containern warteten, recht gemächlich voran. Geärgert darüber aber hat sich keiner. Auch die nicht, die von Schopfheim angefahren kamen. Denn die lobten: „Zell ist der am besten organisierte Recyclinghof im ganzen Landkreis. Die Einweiser sind freundlich, die Mitarbeiter hilfsbereit.“ Und zwar auch während der Stoßzeiten, „ganz im Gegensatz beispielsweise zur Annahmestelle in Schopfheim, wo in solchen Zeiten pures Chaos an der Tagesordnung sei. Das werde sich noch deutlich verschlimmern, wenn andere Recyclinghöfe in der Umgebung dicht gemacht werden, vermutete der Betreiber in Zell, der im Falle einer Schließung seiner Anlage davon ausgeht, dass es sich nicht mehr lohnen wird, den gesamten Platz nur wegen der Anlieferung von Grünschnitt offen zu halten.

„Über 300 Unterschriften haben wir in den drei Stunden gesammelt, so gut wie jeder Anlieferer hat ohne zu zögern unterschrieben“, versicherte Matthias Kiefer und kündigte an, dass die Listen nun auch noch einige Wochen in Zeller Geschäften ausgelegt würden. Die CDU habe die Aktion in den sozialen Medien angekündigt und „unglaublich viele positive Rückmeldungen auch aus Schopfheim und Schönau bekommen“.  Vor allem das steigende Verkehrsaufkommen hätten die Menschen u.v.a. kritisiert, sagte der Fraktionssprecher, der die Ergebnisse an die entsprechenden Stellen weiterleiten will und wie der CDU-Vorsitzende Klaus Wetzel hofft, den im Falle der Stilllegung zweifellos entstehenden Schaden im Interesse aller Wiesentäler abwenden zu können.

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