Polizeiliche Maßnahmen zur Bekämpfung von Motorradunfällen / Auftakt der Motorradsaison in Zeiten der Corona-Pandemie

Polizeiliche Maßnahmen zur Bekämpfung von Motorradunfällen / Auftakt der Motorradsaison in Zeiten der Corona-Pandemie

Polizeipräsidium Freiburg (ots) – Die Zahl der schwerverletzten und getöteten Motorradfahrer bewegte sich beim Polizeipräsidium Freiburg im Jahr 2019 erneut auf hohem Niveau. Obwohl die Gesamtzahl der Motorradunfälle abnahm, war bei den schweren Unfallfolgen keine Entspannung zu erkennen. 28 Prozent der im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums getöteten Verkehrsteilnehmer waren mit dem Motorrad unterwegs. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, werden auch im Jahr 2020 wieder intensive Maßnahmen zur Unfallbekämpfung stattfinden.

Die Motorradsaison beginnt diesen April nicht nur bei sonnigem Wetter, sondern auch unter den besonderen Rahmenbedingungen der Corona-Pandemie. Neben den straßenverkehrsrechtlichen Vorschriften sind dieser Tage zusätzlich die gültigen Rechtsvorschriften zur Kontaktvermeidung einzuhalten. Darüber hinaus ist es vor dem Hintergrund der gesamtgesellschaftlichen Herausforderung wünschenswert zu prüfen, ob die Freizeitausfahrt in der aktuellen Situation nicht besser verschoben werden sollte.

Nichtsdestotrotz rechnet das Polizeipräsidium Freiburg damit, dass wieder vermehrt Motorradfahrer auf den beliebten Strecken in Südbaden unterwegs sein werden. Insbesondere die Verkehrspolizeiinspektion Freiburg wird darauf mit erhöhter Präsenz und verstärkten Kontrollmaßnahmen reagieren.

Die Polizei rät, bei den ersten Ausfahrten nach längerer Pause, besonders vorsichtig zu sein, bis sich Routine und Fahrpraxis wieder einstellen. Das Motorrad sollte vor der ersten Fahrt auf Mängel überprüft werden (Reifen, Bremsen, Licht, Betriebsflüssigkeiten usw.). Achten Sie auf eine angepasste, dem Fahrbahnverlauf und den eigenen Fähigkeiten entsprechende Geschwindigkeit. Seien Sie besonders vorsichtig beim Überholen. Nehmen Sie Rücksicht auf andere Verkehrsteilnehmer und vermeiden Sie unnötiges und Lärm verursachendes Beschleunigen.

Aufgrund der aktuell gültigen Rechtsvorschriften zur Bekämpfung der Corona-Pandemie gelten bis auf Weiteres besondere Regeln. Zusammenkünfte von Personengruppen sind ebenso verboten, wie Durchreisen aus klassifizierten Risikogebieten – regional Bedeutsam sind hier insbesondere die benachbarten Regionen in Frankreich und der Schweiz. Diese neuen Regeln gelten überall, sind nicht örtlich beschränkt und finden daher auch im Hochschwarzwald und in anderen bei Motorradfahrern beliebten Gegenden Anwendung. Die Polizei wird im Rahmen von Verkehrskontrollen auch auf die Einhaltung der Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg achten und festgestellte Verstöße konsequent ahnden. Dies könnte beispielsweise der Fall sein, wenn Gruppen von Motorradfahrern auf Rastplätzen angetroffen werden und den geforderten Mindestabstand zueinander nicht einhalten oder wenn Durchreisende aus Risikogebieten angetroffen werden.

Von gemeinsamen Ausfahrten wird daher grundsätzlich abgeraten.

Im Interesse der Verkehrsteilnehmer und zum Schutz der eingesetzten Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten wird darum gebeten, bei Verkehrskontrollen möglichst Abstand zu halten und den Anweisungen der Kontrollierenden zu folgen.

Die Motorradfahrerinnen und Motorradfahrer werden dringend gebeten, die besondere Situation aufgrund der Corona-Pandemie zu beachten, unnötige Kontakte zu vermeiden und durch freiwilligen Verzicht einen wichtigen Beitrag zu leisten.

Sollten Sie dennoch Ihre Fahrt antreten wollen, berücksichtigen Sie schon bei der Planung die geltenden Bestimmungen. Treffen Sie sich nicht in Gruppen und halten Sie Abstand zueinander!

Bahnbetriebsunfall auf der Rheintalstrecke

Auggen (ots) – Auf der Rheintalstrecke zwischen Basel und Freiburg im Breisgau kam es am frühen Donnerstagabend (02.04.2020) gegen 19:30 Uhr zu einem Bahnbetriebsunfall. Ersten Erkenntnissen zu Folge stürzte auf Höhe Auggen ein Betonteil von einer sich noch im Bau befindlichen Brücke in den Gleisbereich.

Ein mit Lastkraftwagen beladener Zug kollidierte in der Folge mit dem Brückenteil und entgleiste teilweise. Durch den Aufprall erlitt der Triebfahrzeugführer tödliche Verletzungen.

Im Waggon hinter der Lok befanden sich insgesamt zehn Lkw-Fahrer. Die meisten wurden leicht verletzt.

Durch die Komplettsperrung der Rheintalstrecke zwischen Basel und Freiburg im Breisgau kommt es zu Zugausfällen und Verspätungen.

Durch das Polizeipräsidium Freiburg und die Bundespolizeiinspektion Weil am Rhein wurde im Bereich der Sonnenberghalle in Auggen eine Presseanlaufstelle eingerichtet.

Folgemeldung zu – Schwerer Bahnunfall auf der Rheintalstrecke

Freiburg (ots) – Wie die bisherigen polizeilichen Abklärungen ergaben, hatte sich ein weit über 100 Tonnen schweres Brückenteil gelöst und stürzte auf die Gleise, wo es zur Kollision mit dem betreffenden Zug kam. Die Betonplatte hatte sich von einer Brücke gelöst, die in den kommenden Tagen hätte zurück gebaut werden sollen.

Einer der zehn im Personenwagon befindlichen Lkw-Fahrer war zunächst eingeklemmt und musste geborgen werden, zwei weitere zogen sich leichte Verletzungen zu, sieben weitere Lkw-Fahrer blieben unverletzt. Der 51jährige Zugführer verstarb noch an der Unfallstelle.

Verantwortliche des Eisenbahnbundesamtes sowie Kriminaltechniker der Kriminalpolizei Freiburg befinden sich vor Ort.

Für weitere Informationen zur Streckensperrung zwischen Freiburg und Basel bitten wir sich unter bahn.de/Aktuelle Verkehrsmeldungen zu informieren.

Die Ermittlungen zur konkreten Unfallursache dauern an.

Verschoben: Auf Schusters Rappen für Dikome – jetzt gilt „Plan B“


Das Orga-Team: Richard Renz, Jürgen Ekert, Sebastian Sladek,
Nicole Grether und Kai Horschig

Wiesental (hjh). Das „Corona-Virus“ sei (noch) kein Thema im Organisationsteam des „Wiesentäler Wasserlaufs“. Aber ganz wollten sich Richard Renz, Jürgen Ekert, Kai Horschig und Nicole Grether dann doch nicht aus der Verantwortung stehlen. Für den Notfall haben sie Plan B in der Schublade, hoffen aber, dass der Sponsorenlauf von der Wiesenquelle am Feldberg bis zur Mündung der Wiese in den Rhein in Basel über eine Gesamtstrecke von 59 Kilometern, die auch in Teilstrecken zu bewältigen sein wird, am 25. April 2020 pünktlich um 8 Uhr gestartet werden kann.

Anmerkung der Redaktion: Der Wasserlauf wurde wegen der Krise verschoben auf den 19.9.2020.

Auf rund 500 Läuferinnen und Läufer – darunter etwa 200 Grundschüler aus dem ganzen Wiesental, Firmen-Teams, Sport- und andere Freizeitvereine – wartet an diesem Tag eine eingespielte Mannschaft um Event-Sprecher Jürgen Ekert. Alle sind „heiß aufs gemeinsame Laufen“ für einen guten Zweck: Mehrere tausend Menschen in Dikome/Kamerun mit sauberem Wasser zu versorgen. „Wir wollen gemeinsam in Bewegung etwas bewegen, das bewegt“, werben die Veranstalter von „Teamworx4“ für ein Spektakel, das 2014 erstmals entlang der Wiese stattfand und sich seitdem zunehmender Beliebtheit erfreut. 250 Teilnehmer waren im Jahr 2014 auf Achse. 2019 waren schon 585 Läufer nicht mehr zu bremsen. „In diesem Jahr haben wir zum jetzigen Zeitpunkt schon weit über 300 Anmeldungen und damit so viele wie noch nie zuvor. Und täglich kommen rund fünf Anmeldungen dazu“, freute sich Jürgen Ekert beim Pressegespräch am Mittwoch in den Räumen eines weiteren neuen Hauptsponsors neben dem Maulburger Unternehmen Endress + Hauser, das von Anfang an mit im Boot saß: den Energiewerken Schönau (EWS).

EWS-Vorstandsmitglied Sebastian Sladek war sichtlich beeindruckt von dem Engagement, das dieses Orgateam an den Tag legte. Er bewundere aber auch die brillante Arbeit des Dikome-Vereins, Menschen hin zu eigenverantwortlichem Denken und Handeln anzuleiten. Und zwar ehrenamtlich und so einsatzfreudig wie die Helferinnen und Helfer aus den Reihen der Blaulichtfraktionen, die sich ums körperliche Wohlergehen der Sportler, um deren Verpflegung an sieben Verpflegungsstationen entlang der Wiese und um den reibungslosen Ablauf des Projektes kümmern. Selbstverständlich werden auch die EWS ein Laufteam an den Start schicken. Für sie wie für alle anderen gilt: Wer mitläuft, spendet pro gelaufenem Kilometer mindestens einen Euro. Gestartet bzw. abgerechnet wird an den Verpflegungsposten (VP) in Todtnau, Schönau/Wembach, Zell, Schopfheim, Steinen, Lörrach und schließlich Basel oder am Ziel in Kleinhüningen, das gegen 15.45 Uhr erreicht wird, wenn die Rechnung von „Pacemaker“ Kai Horschig aufgeht, der dafür sorgen will, dass die anvisierten 6:30 Minuten pro Kilometer eingehalten werden.

Natürlich dürfen auch die spenden, die nicht mitlaufen (können). Ungesiebt gehen die Spendengelder dorthin, wo Not am Mann ist: nach Dikome in Kamerun, wo sich der gleichnamige Schopfheimer Verein seit Jahren um ein besseres Leben der Menschen müht. Das sei zwar derzeit nicht ganz so einfach, weil Unruhen dem Land und der Bevölkerung gehörig zusetzen, sagte Richard Renz, der Vereinsvorsitzende. Er beruhigt aber auch: „Alle Einrichtungen, die wir aufgebaut haben und betreuen, blieben bisher ungeschoren.“ Das gelte für bisher drei Wasserversorgungen und die acht Brunnen, die mit Unterstützung von bisher 2700 Läufern und einer Spendensumme von 120000 Euro im Bezirk Dikome gebaut wurden. Momentan seien weitere Quellfassungen in Arbeit, die bald einen Hochbehälter speisen werden, der ein ganzes Dorf an sieben Entnahmestellen mit sauberem Wasser versorgen wird. 25 – 30000 Euro werde der Dikome-Verein in dieses Projekt investieren. Dafür dürfte es sich lohnen, auf Schusters Rappen vom Feldberg nach Basel zu joggen oder einfach nur so in den Geldbeutel zu greifen und Spenden locker zu machen wie die Frau, von der Jürgen Ekert schwärmt: „Die Dame spendet in jedem Jahr 2000 Euro aus ihrer Privatschatulle, weil sie helfen will und davon überzeugt ist, dass ihr Geld auf direktem Weg denen zugutekommt, die diese Hilfen wirklich brauchen.“

Info:

Spendenkonto teamworx4: IBAN DE60 6835 1557 0018 2752 30 / BIC SOLADES1SFH Sparkasse Wiesental, Verwendungszweck: Name (und Buchungsnummer)

Anmeldungen und weitere Informationen unter www.teamworx4.de