Dreilandecho

Klatsch, Tratsch und Kulinarisches aus dem Dreiländereck zwischen Müllheim, Lörrach, Schopfheim, Zell, Todtnau und Feldberg

Aus der Region

Einsätze wegen vergessenem Essen, brennendem Komposthaufen und glimmendem Heu

Lörrach (ots). Übers Pfingstwochenende sind die Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr zu drei Einsätzen ausgerückt. Am Samstag, 30.05.2020, gegen 18:15 Uhr, zu einem Wohnhaus in der Basler Straße. Dort hatte ein Rauchmelder Alarm geschlagen. Die Ursache war vergessenes Essen auf dem eingeschalteten Herd. Die Wohnung war nach der Belüftung wieder bewohnbar. Am Sonntagabend, gegen 22:40 Uhr, brannte in Brombach ein Komposthaufen. Das Feuer war schnell gelöscht. Es entstand kein Sachschaden. Am Montag gegen Abend schließlich wurde die Feuerwehr zu einem Feld auf dem Tüllinger gerufen. Dort glimmte Heu auf einer größeren Fläche.

Bei Verkehrskontrolle Drogen gefunden

Grenzach-Wyhlen, Wyhlen (ots) – In den frühen Morgenstunden des Pfingstsonntags wurde durch Beamte des Polizeireviers Rheinfelden in Wyhlen ein Fahrzeug einer Verkehrskontrolle unterzogen. Den Beamten kroch schnell der Geruch nach Betäubungsmitteln in die Nase, so dass das Fahrzeug hiernach durchsucht worden war. Die Beamten konnten bei der Durchsuchung Marihuana auffinden und sicherstellen. Weiter wurde bei der 20-jährigen Fahrzeugführerin eine Beeinflussung durch Marihuana festgestellt, so dass sie sich einer Blutentnahme unterziehen musste. Neben dem Strafverfahren wegen Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz erwartet die Fahrerin nun auch noch der Entzug der Fahrerlaubnis für mindestens einen Monat.

Nach Randale Zeugen gesucht

Rheinfelden (ots) – In der Nacht von Samstag auf Sonntag wurden dem Polizeirevier Rheinfelden kurz vor Mitternacht zwei randalierende Personen in der Alemannenstraße gemeldet. Die Personen hätten gegen ein oder mehrere Fahrzeuge getreten. Vor Ort konnten ein 31-jähriger sowie ein 25-jähriger Afghane angetroffen werden, die im Verdacht stehen gegen die Fahrzeuge getreten zu haben. Zwischen den Afghanen und einem 31-jährigen Deutschen, der das mitbekommen hatte, hatte sich bereits ein handfester Streit entwickelt. Die Polizei musste den erheblich alkoholisierten 31-Jährigen in Gewahrsam nehmen, da er sich völlig uneinsichtig zeigte. Hinsichtlich der Streitigkeit vor Ort sowie möglicher Sachbeschädigungen an Fahrzeugen in der Alemannenstraße sucht die Polizei nun Zeugen, die sachdienliche Angaben machen können. Sie werden gebeten sich mit dem Polizeirevier Rheinfelden unter der Rufnummer 07623 7404-0 in Verbindung zu setzen.

Defekte Gasleitung

Wittlingen (ots) – Am Samstagnachmittag um 17.00 Uhr wurde bei Baggerarbeiten auf einem Privatgrundstück eine Gasleitung beschädigt. Das Gas trat aus und verteilte sich im Wohngebiet zwischen mehreren Häusern. In einem Radius von 50 m um den Unglücksort mussten die Anwohner ihre Häuser verlassen.

Durch die FFW Wittlingen wurden zwei Gasschieber geschlossen, so dass kein weiteres Gas mehr austreten konnte. Ein Mitarbeiter der Firma Badenova reparierte die Schadensstelle, so dass die Bewohner nach einer Stunde wieder in ihre Häuser zurückkehren konnten. Die Kreisstraße von Lörrach nach Wittlingen musste für die Dauer des Einsatzes gesperrt werden. Es erfolgte eine örtliche Umleitung. Personen kamen bei dem Ereignis nicht zu Schaden.

Mehrere Pkw-Aufbrüche

Weil am Rhein. (ots) – In der Nacht von Freitag auf Samstag ereigneten sich in der Bläserstraße in Weil am Rhein mehrere Pkw-Aufbrüche. Aus den Fahrzeugen wurden diverse Gegenstände entwendet. Da alle Fahrzeuge auf dieselbe Art und Weise geöffnet wurden, wird von einem Tatzusammenhang ausgegangen.

Zeugen die in diesem Zusammenhang verdächtige Wahrnehmungen gemacht haben werden gebeten, sich mit dem PRev Weil am Rhein (Tel. 07621 9797-0) in Verbindung zu setzen.

Sterne sind auf Sendung – Gersbach auf Empfang

Sterne sind auf Sendung – Gersbach auf Empfang

Gersbach (hjh). Ein „Juwel“, in das dank zahlreicher Sponsoren und dank ehrenamtlichen Engagements „nur“ rund 200000 Euro investiert werden mussten, erhält derzeit den letzten Schliff. Und schon bald greifen Schülerinnen und Schüler, Lehrer und die Schüler mitbetreuende Amateurastronomen von dort aus nach den Sternen, wo sie im Raum Schopfheim dem (Nacht-)Himmel am nächsten sind: von der inzwischen recht weit gediehenen Forschungs-, Projekt- und Schülersternwarte des Vereins „phaenovum“ im Gewann „Scherentann“ dicht neben einem weiteren prächtigen „Edelstein“, der Barock-Schanze.  Nach einigen Wochen Corona-Stillstand durften Vereinsvertreter und Monteure um Sternwarten-Projektleiter Hermann Klein am Mittwoch und Donnerstag endlich wieder in die Hände spucken. Die „Augen“ des Forschungszentrums wurden montiert, Teleskope, darunter ein 17-Zoll-Spiegel-Teleskop und weitere hochwertige Instrumente, die für die künftige, auf wissenschaftlicher Basis fußende Projektarbeit unerlässlich sind. Damit ist jetzt schon ziemlich „Feuer“ unterm Rolldach der Hütte, die im Herbst am (wegen Corona auf dahin verschobenen) „Tag der Astronomie“ offiziell in Dienst gestellt wird und in der Lehrkräfte und Schüler in den nächsten Wochen „möglichst viel praktische Erfahrung“ sammeln sollen, um schleunigst wieder die Projektarbeiten aufnehmen zu können, die wegen der Pandemie nicht stattfinden konnten.

„Getauft“ wurden die Teleskope mit ihrem „Herzstück“, einem 20000 Euro teuren Spiegelteleskop PlaneWave CDK 17“ (43 cm Öffnung Öffnungsverhältnis f/6.8, Brennweite 3 m), der Tradition gehorchend in einer Nacht, in der auf ihnen erstmals das Licht der Sterne funkelte. „Der ‚First Light‘-Tag“, sagt Hermann Klein und strahlt, „ist ein ganz besonderer Tag in der noch jungen Geschichte der „staernwarte Gersbach“ (kein Druckfehler, die heißt so wegen des Vereinsnamens phaenovum). Zwei vorbereitende Jahre sind ins Land gegangen, seit sich das Schülerforschungszentrum phaenovum Lörrach-Dreiländereck“, zu dem auch die Sternwarte der Kaltenbachstiftung zählt, auf die Standortsuche gemacht hat. Ein Gelände in Inzlingen, das näher an Lörrach gelegen wäre, scheiterte am Votum der Jäger. Aber auch in Gersbach habe man dann „einen idealen Beobachtungsort“ mit geringer Lichtverschmutzung und bereits vorhandener intakter Infrastruktur gefunden, freute sich Hermann Klein und erinnerte daran, dass danach viel Überzeugungsarbeit in die Suche nach Sponsoren investiert werden musste. Stadt- und Ortsverwaltungen mussten mit ins Boot geholt, Ortschafts- und Gemeinderäte für die Ziele des Vereins gewonnen und für Projekte des Forschungszentrums begeistert werden, in dem Schüler seit über 15 Jahren Arbeiten im Bereich der Physik realisieren. Und zwar sehr erfolgreich, wie Hermann Klein betont: „Bei nationalen und internationalen Wettbewerben haben sie damit große Erfolge. Und in Zukunft werden sie nun dank der ‚staernwarte Gersbach‘ die Möglichkeit haben, mit hochwertiger Ausstattung Projektarbeiten mit astrophysikalischen Bezügen in Angriff zu nehmen.“

Obwohl Teamarbeit wegen der Pandemie-Beschränkungen aktuell noch nicht möglich sind, haben ein paar Schülerinnen von zuhause aus bereits damit begonnen, die Qualität des Himmels zu messen. Eine Kamera ist schon dabei, die Himmelskuppel über ihr Tag und Nacht zu fotografieren und Aufzeichnungen zu archivieren, die mit denen der Kaltenbachstiftung verglichen werden. Und für räumliche Nähe sorgt u.a. ein Amateurastronom aus Gersbach, der mit ins Team gehört, weil er eine Voraussetzung dafür erfüllt: „Er hat sich – ein Muss für alle, die an einer Zusammenarbeit interessiert sind – bereits erklärt, mit Schülern und Lehrern projektbezogen zusammenzuarbeiten.

Die Sternwarte selbst kann im Bedarfsfall von Lörrach aus überwacht und ferngesteuert werden. Selbst das Rolldach ließe sich aus der Ferne öffnen und schließen. Und irgendwann, so Hermann Klein, wird es eine Webseite (http://www.staernwarte.de ) geben, auf der Bilder und interessante Ergebnisse der Projektarbeiten vorgestellt werden. Parallel dazu erfüllt die Schüler-Sternwarte natürlich auch das Versprechen, „öffentliche Beobachtungsabende für Gersbacher Bürger und andere“ einzurichten. Bis dahin aber wartet noch einiges an Arbeit auf die Helfer um Klein. Die laufenden Betriebskosten sind erfreulicherweise dank einer großherzigen Spende bereits für drei Jahre vorfinanziert. Nun gilt es, die Technik einschließlich der Bandbreiten des Mobilfunkanbieters in den Griff zu bekommen und die Restarbeiten (Fenster, Türen, Dachsteuerung und Dachsicherung) glücklich abzuschließen. Dann kann es losgehen. Die Sterne sind längst auf „Sendung“, bald ist Gersbach auf Empfang. Das wird für alle Beteiligten sicherlich eine ungemein spannende Geschichte.

Info

Unter dem Dach der Rolldachhütte werkelt eine Anlage, die noch vor Jahren nur Vollprofis vorbehalten war. Das oben schon beschriebene Teleskop, das von der Firma Baader-Planetarium geliefert, installiert und ein- bzw. ausgerichtet wurde, ruht auf einer Stahlsäule mit großer Tragkraft. Seine Steuerung übernimmt eine „parallaktische Montierung“, deren Aufgabe es ist, mit hoher Präzession die Himmelsrotation auszugleichen. Das Teleskop hat dank seiner Öffnung ein extrem hohes Lichtsammelvermögen und erlaubt es, Objekte in vielen Milliarden Jahren Entfernung zu beobachten. Es ist zudem an einen Spektrographen angeschlossen, der mit einem Reflexionsgitter das Licht eines Sterns oder eines anderen Objektes spaltet, um eine genaue Analyse der Komponenten des Lichts zu ermöglichen. Ein Linsenteleskop zur gezielten Sonnenbeobachtung ergänzt die hervorragende Ausstattung der staernwarte.

„Grauenhafter Lärm“: Die Kürnberger leiden

Kürnberg (hjh). Sie leiden unter dem Lärm rasender Motorrad- und Autofahrer. Vor allem an Wochenenden sei der Radau „ohrenbetäubend grauenhaft“, klagte die ehemalige Ortschaftsrätin Daniele Gempler bei der Sitzung ihrer Nachfolger, bei der am Donnerstag heftig diskutiert und debattiert wurde über einen ganzen Katalog voller Maßnahmen, wie das schon Jahre andauernde Verkehrsproblem nachhaltig in den Griff zu bekommen sein könnte. „Tempo 30 oder Schilder mit der Bitte, langsam und damit Lärm vermeidend zu fahren, bringen rein gar nichts“, schimpfte ein Zuhörer. Und Daniela Gempler fügte hinzu: „Mir graut es jetzt schon vor dem Juni, wenn die Grenzen geöffnet sind und die Schweizer kommen.“ Auch die nämlich erliegen nur zu gerne dem Reiz der Kurven (von Fahrnau hinauf nach Gersbach), die sie vor allem jetzt nach dem coronabedingten Zwangsentzug wieder in vollen Zügen genießen wollen, wie in Kürnberg vermutet wird. Entsprechend verzweifelt ringen die Ortschaftsräte mit ihrem Chef Peter Ulrich um praktikable Lösungen. Am liebsten würden einige gleich die ganze Straßenverkehrsordnung umkrempeln, um dem Spuk ein (endgültiges) Ende zu bereiten. Thomas Speier beispielsweise glaubt, dass die leidige Geschichte mit einer Sperrung der Strecke nach Gersbach „generell an Wochenenden wie am Schauinsland“ ein Ende finden würde, hat aber – wie Peter Ulrich betonte – nicht an die Mitbürger im Dorf gedacht, die den Sommer ebenfalls gerne auf ihren fliegenden Kisten genießen möchten, dann aber selbst auch nicht mehr den Berg hinauf donnern dürften.

Martin Gruner erinnerte daran, dass von den Behörden immer wieder intensive Kontrollen versprochen worden sind. Aber die Versprechen, so Gruner, wurden nie eingelöst. U.a. habe das Landratsamt und auch die Polizei mehrere Lärmmessungen und Radarkontrollen unter der Woche und an Wochenenden angekündigt. „Aber nichts ist passiert. Warum nicht?“, ärgerte sich der ehemalige Ortsvorsteher, der auch nicht verstehen mochte, dass das Landratsamt weitergehende Begrenzungen der Geschwindigkeit schon vor den Ortsschildern strikt abgelehnt hat. Auf den Zug sprang dann auch noch einmal Daniela Gempler auf: „Solche Regelungen gibt’s sogar an Bundesstraßen. Es gibt an der B34 zahlreiche Ortschaften, die mit Radarsäulen an den Ortsein- und ausgängen den Straßenverkehr wirksam abbremsen. Warum geht das in unserem Dorf an dieser bescheuerten Kreisstraße nicht?“ Michael Schmidt, „ein Gegner von zu vielen Schildern“, glaubt, dass die StVO alles auch ohne solche Schilder regelt, „es müssen sich nur alle an die Vorschriften halten.“ Da das lediglich über den Geldbeutel durchsetzbar zu sein scheint, sollen die Kontrollen intensiviert werden. Außerdem fände er Radarsäulen an den Ortseingängen „nicht schlecht, und wenn es nur Attrappen sein sollten.“ Gerold Schmidt legte einen Entwurf von Maßnahmen vor, die Kürnberg der Stadt und dem Landratsamt aufzutischen gedenkt. Darin ist die Rede von „Tempo 70 auf der gesamten Strecke zwischen Fahrnau und Gersbach“. Gefordert werden regelmäßige Lärm- und Geschwindigkeitskontrollen, Tempo 50 in „angemessenem Abstand schon vor den Ortsschildern“ und eben die Radarsäulen. Außerdem wird darum gebeten, das Aufbringen von Fahrradschutzstreifen zu prüfen, und zwar auf beiden Fahrbahnseiten, weil sich der Ortschaftsrat davon eine Signalwirkung erhofft, die Autofahrer zu vorsichtigerem Fahren ermutigen könnte. Solche Vorschläge brachten schließlich Siegfried Schmidt in Rage. Der ehemalige Gemeinderat reagierte sponten: „So einen Blödsinn kann und will ich mir nicht anhören“, sagte er, stand auf und ging frühzeitig nach Hause. So hörte er nicht mehr, wie Peter Ulrich den nun erarbeiteten Vorschlag an die Stadt um die Bitte ergänzte, alternative Radwege zwischen Kürnberg und Fahrnau zu suchen und auszuweisen und Mitglied der Landes-Initiative „Motorradlärm“ zu werden, zu der am 29. Juli 2019 im Musterländle der Startschuss fiel.

Er ist wieder da…

Zell (hjh). Gott sei Dank, er ist wieder da. Nach ein, zwei ruhigeren Tagen und Abenden habe ich mir doch tatsächlich umsonst Sorgen gemacht, dass ihm etwas passiert sein könnte. Aber Fehlanzeige: der „Idiot“ mit seinem anthrazitfarbenen Ferrari donnert wieder durch Zells Bahnhofstraße rauf und runter. Und wie gehabt: keiner stört sich dran. Wie schön. Der Typ sorgt doch mit seinen Kollegen, die mit ihren Fehlzündungen angeben, weil sie sonst nichts anderes haben und völlig hohl in der Birne zu sein scheinen. Was schert diese fabelhaften Kerle die Gesundheit von ein paar hundert Anwohnern? Richtig… Rein gar nichts. Warum auch. Tempo 30 ist in dieser Straße wie übrigens auch in Kürnberg (siehe Text in den Nachrichten) nur Zierde. So gut wie keiner hält sich dran. Und die Polizei hat ja bekanntlich besseres zu tun als sich um ein paar übermütige Rowdys zu kümmern.

Versuchter Einbruch in Gartenhütte – Polizei sucht Zeugen!

Schopfheim/ Fahrnau (ots) – Mit dem Überklettern eines Zaunes verschafften sich Unbekannte zwischen Montag, 25.05.2020, und Mittwoch, 27.05.2020, Zutritt zu einem Gartengrundstück in der Kürnberg Straße. Mit einem Stein wurde die Scheibe einer Gartenhütte eingeworfen, entwendet wurde nach bisherigen Standwurde allerdings nichts. Der Zaun, eine Hecke und die Glasscheibe wurden bei dem Einbruchsversuch beschädigt. Das Polizeirevier Schopfheim (07622/666980) hat die Ermittlungen aufgenommen und bittet Zeugen, die Hinweise zu den Verursachern geben können, sich zu melden.