Dreilandecho

Klatsch, Tratsch und Kulinarisches aus dem Dreiländereck zwischen Müllheim, Lörrach, Schopfheim, Zell, Todtnau und Feldberg

Aus der Region

Feuerwehreinsatz nach Flächenbrand – Hinweis auf Rauchverbot im Wald – Zeugensuche

Grenzach-Wyhlen (ots) – In der Nacht von Donnerstag auf Freitag, 16./17.04.20, gegen Mitternacht wurde ein Flächenbrand in einem Waldstück in Grenzach gemeldet. Den Feuerwehren aus Grenzach-Wyhlen und Rheinfelden, Abteilung Herten, gelang es den Brand zu löschen. Insgesamt war die Feuerwehr mit sechs Fahrzeugen und etwa 30 Einsatzkräften vor Ort. Gebrannt hatte eine Fläche von etwa 60 x 130 Metern, wodurch Bäume und Sträucher zerstört wurden. Mögliche Ursache könnte eine unachtsam weggeworfene Zigarette gewesen sein. Die Höhe des Schadens ist noch nicht genauer zu beziffern. Das Polizeirevier Rheinfelden, Tel. 07623 7404-0, sucht Zeugen, denen im Bereich des Waldparkplatzes Unterberg Personen aufgefallen waren. Bereits am Freitag, 27.03.20, war es am Waldrand in Wyhlen zu einem ähnlichen Brand einer kleineren Fläche gekommen. Hier wurden an einer Parkbank Zigaretten gefunden.

Die Polizei weist insbesondere vor dem Hintergrund der derzeitigen Trockenheit auf das absolute Rauchverbot (§41 Landeswaldgesetz) hin. Hiernach ist es im Zeitraum von 01.März bis 31. Oktober verboten im Wald zu rauchen. Weiterhin dürfen brennende oder glimmende Gegenstände im Wald oder den Randbereichen nicht weggeworfen oder unvorsichtig gehandhabt werden. Verstöße können mit einer Geldbuße bis zu 2500 Euro oder in schweren Fällen mit bis zu 10.000 Euro geahndet werden.

Motorradfahrer stürzt nach Flucht vor Polizei

Bad Bellingen (ots) – In Bad Bellingen sollte am Mittwoch, 15.04.20, gegen 18.30 Uhr, ein Motorradfahrer kontrolliert werden. Der Zweiradfahrer flüchtete jedoch trotz Anhaltezeichen in die Reben. Hier verlor er die Kontrolle über sein Fahrzeug und stürzte, wobei er sich leichte Verletzungen zuzog. Möglicher Grund für die Flucht könnte sein, dass der Mann derzeit einem gerichtlichen Fahrverbot unterliegt und er das nicht zugelassene Motorrad unberechtigt genutzt hatte. Der Verkehrsdienst Weil am Rhein hat die Ermittlungen aufgenommen.

Anzeigen wegen geöffneter Gaststätte

Schopfheim (ots) – Am Donnerstag, 16.04.20, gegen 01.40 Uhr, wurde bei einer Überprüfung einer Gaststätte in der Schopfheimer Innenstadt festgestellt, dass sich darin mehrere Person aufhielten. Erst nach mehrmaliger Aufforderung und längerem Ausharren wurde die verschlossene Tür geöffnet. In der Gaststätte befanden sich fünf Personen, die offensichtlich auch bewirtet wurden. Sowohl die Gäste, wie auch der Betreiber wurden angezeigt und müssen mit einem Bußgeld rechnen.

Ermittlungen wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz

Schopfheim: Gemeinsame Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Waldshut-Tiengen und des Polizeipräsidiums Freiburg

Freiburg (ots) – Am Ostermontag, 13.04.2020, wurde durch einen Zeugen ein Hinweis auf einen Mann gegeben, der in einem Waldgebiet bei Wiechs mit einer Kurzwaffe hantierte. Zunächst konnte der Mann nicht angetroffen werden, es gelang im Rahmen der Ermittlungen jedoch diesen zu identifizieren. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Waldshut-Tiengen wurde durch das Amtsgericht Waldshut-Tiengen ein Durchsuchungsbeschluss erwirkt. Dieser wurde am Dienstag vollzogen. In der Wohnung des 51-jährigen Mannes aus einer Wiesentalgemeinde konnte eine größere Anzahl von Waffen und Munition aufgefunden werden. Hierbei handelte es sich sowohl um Waffen, deren Besitz keiner Erlaubnis bedarf, aber auch um zumindest sechs erlaubnispflichtige Kurzwaffen. Die Waffen wurden durch die Polizei beschlagnahmt. Der Mann muss sich nun wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz verantworten.

Geldbeutel aus Handschuhfach gestohlen – Polizei sucht Zeugen

Schopfheim (ots) – Seinen weißen Mercedes Kombi stellte am Dienstag, 14.04.2020, ein Mann gegen 11.30 Uhr verschlossen am Bahnhof in Schopfheim ab. Als er gegen 13.10 Uhr zurückkehrte fiel ihm auf, dass das Beifahrerfenster geöffnet war und aus dem Handschuhfach seine Geldbörse gestohlen wurde. Beim Verlassen des Fahrzeuges blieb das Beifahrerfenster zirka 1 bis 2 cm offen. Dies nutzte ein Unbekannter, um das Fenster weiter herunter zu drücken und so an das Handschuhfach zu kommen und den Geldbeutel zu entwenden. Das Polizeirevier Schopfheim (07622/666980) bittet Zeugen, die verdächtige Wahrnehmungen im oben genannten Zeitraum auf dem Parkplatz am Bahnhof gemacht haben, sich mit ihnen in Verbindung zu setzen.

Motorradfahrer gestürzt und schwer verletzt

Aitern/Multen, Lkrs Lörrach (ots) – Am Sonntag, 12.04.20, gegen 12.55 Uhr, stürzte ein 62-jähriger Motorradfahrer auf der L142 zwischen Holzinshaus und Multen. Der Zweiradfahrer war talwärts unterwegs, als er in einer Linkskurve nach rechts von der Fahrbahn abkam und stürzte. Hierbei zog sich der Mann schwere, aber nicht lebensgefährliche Verletzungen zu. Er wurde vom Rettungsdienst ins Krankenhaus verbracht. An seiner Maschine entstand Sachschaden in Höhe von etwa 5000 Euro.

Taube mittels Armbrust erlegt – Polizei sucht Zeugen

Rheinfelden-Karsau (ots) – Landkreis Lörrach: Durch einen Spaziergänger wurde am Ostersonntag in Rheinfelden-Karsau, unterhalb des Schloss Beugen, eine Taube vorgefunden, welche offensichtlich mittels einer Armbrust erlegt wurde. Die Suche nach dem Täter verlief bislang ohne Erfolg.

Das Polizeirevier Rheinfelden hat die Ermittlungen bzgl. Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz eingeleitet und bittet um Hinweise.

Mit Musik und dem Segen der Kirche gegen das Virus

Andreas Mühlhans spielte den schottischen Dudelsack, die Great Highland Bagpipes, während des ökumenischen Musik Flashmob in Maulburg

Maulburg (hjh). Die Christen der Wiesentalgemeinde waren am Sonntag vom Pfarrerpaar Bärbel und Paul Wassmer eingeladen, nach dem Geläut zum Ostergottesdienst in diesen harten, kontaktarmen Zeiten räumlich getrennt voneinander und doch gemeinsam „ein Zeichen von Hoffnung und Leben zu setzen.“ Und sie ließen sich nicht lange bitten. Zahlreiche Gläubige der beiden großen Konfessionen fühlten sich verpflichtet, dem Ruf der Kirchengemeinde zu folgen, ihre Instrumente zu stimmen und zusammen eines der ältesten Lieder in deutscher Sprache zu spielen und zu singen und die frohe Botschaft durch die Straßen tönen zu lassen: „Christ ist erstanden, von der Marter allen. Des sollen wir alle froh sein, Christ will unser Trost sein.“ Trompeten, Orgel, Harmonium, Flöten und Gitarren sorgten für den instrumentalen Background, der aus allen Richtungen hörbare Stimmen begleitete. Und als dann noch der Dudelsack, die „Great Highland Bagpipes“ des Andreas Mühlhans ertönte, der seine Liebe zum schottischen Traditionsinstrument vor Jahren bei den von Pfarrer Wittes initiierten „Highland-Games“ entdeckte, fand der vom evangelischen Pfarrerpaar organisierte „ökumenische Musik-Flash-Mob am Ostersonntag“ den riesigen Applaus, den das Event wohl auch verdient hatte. Auch danach noch, wie Andreas Mühlhaupt auf Nachfrage versicherte: „Nach dem Auftritt vor der ev. Kirche zog ich noch eine Weile weiter durch Maulburg‘s Straßen, um den Menschen während dieser denkwürdigen Zeit mit meiner Musik eine Freude zu bereiten.“

„Es war vor allem zu Beginn e bisseli chaotisch, aber das musste wohl so sein“, schmunzelte Paul Wassmer, um dann zufrieden festzustellen: „Alles hat sehr gut gepasst!“ Natürlich habe sich der Flash-Mob konzentriert auf die Straßen und Häuser rund um die ev. Kirche. Aber es gab durchaus auch viele Menschen, die in den übrigen Straßen Maulburgs erfolgreich versuchten, den Funken Hoffnung zu schüren, der auch in schweren Zeiten Halt verspricht und Zuversicht ausstrahlt. Das, so Wassmer, sei ihm wichtig gewesen. Eine andere Möglichkeit, gemeinsam etwas zu unternehmen und dabei den notwendigen Abstand zu halten, habe es nicht gegeben. Und er freue sich wie seine katholischen Mitstreiter, dass auch reichlich Gebrauch gemacht wurde von der Möglichkeit, die vor der Kirche neben dem inzwischen fertig gestellten „Steingarten“ (der wegen der Virus-Pandemie an Palmsonntag nicht eingeweiht werden konnte) bereit gestellten kleinen Osterkerzen mitzunehmen, die am Abend zuhause entzündet werden sollten, um „nicht nur am Morgen, sondern auch am Abend ein Zeichen des Miteinanders setzen zu können.“