Wiechs (hjh). Üble Rabauken bringen Martin Gebhardt und die übrigen Mitglieder des Ortschaftsrates immer wieder mächtig auf die Palme. Und am Mittwoch schafften sie es mal wieder unter die „top five“ auf der Tagesordnung einer Sitzung.

Auslöser dafür waren desolate Zustände beim Turm auf der Hohen-Flum rund um die Grillstände, auf dem ganzen Platz umherliegende Flaschen, Verpackungen, Zigarettenkippen, Taschentücher und sonstige Utensilien, die von Leuten, denen die Umwelt, die Landschaft und die Natur irgendwie am verlängerten Rücken vorbei geht und denen es völlig gleich zu sein scheint, was andere über sie und ihre Schweinereien denken. Dem Fass den Boden aber ausgeschlagen habe aber jüngst eine Betonplatte, die auf der obersten Plattform des Turms herausgerissen und über die Kante nach unten geschmissen wurde.

„Eine Riesensauerei“, ärgerte sich Gebhardt, der sich nicht auszumalen getraute, was mit zufällig vorbeilaufenden Personen hätte passieren können. Ganz zu schweigen von dem Schaden, der dabei mal wieder entstanden ist. Natürlich suchen die Verantwortlichen nun Lösungen, wie solche Dinge künftig vermieden werden könnten. Ist abends ab- und morgens wieder aufschießen eine Möglichkeit? Helfen Schilder, auf denen an die Vernunft der Randalierer appelliert wird? Müssen die Qualmer, die paffen und achtlos ihre Kippen wegwerfen, auf das Rauchverbot auf dem Turm – „es ist ein öffentliches Gebäude und da ist Rauchen auf alle Fälle streng verboten“ – und auf die permanent gegebene Waldbrandgefahr hingewiesen werden? Die Ortschaftsräte beschlossen, sich zunächst einmal mit einer entsprechenden Beschilderung Gehör zu verschaffen. Außerdem wollen sie darauf drängen, dass Ordnungsamt und Polizei sich mehr als bisher am Turm zeigen, obwohl Ino Hodapp an diese Möglichkeit gar nicht denken mag. Er glaubt nämlich, dass solche Kontrollen schon deshalb scheitern, weil man nicht bis zum Turm fahren kann, sondern ein paar Meter laufen muss. „Und das machen die nicht“, unterstellte der Ortsvorsteher den Kontrollorganen. Er weiß nur, dass es am Turm, dem Wahrzeichen des Teilorts in herrlicher Aussichtslage, „so nicht weitergehen kann.“ Aber er möchte vorerst zumindest auf einschneidendere Maßnahmen verzichten, um nicht die große Schar vernünftiger Turmbesucher zu bestrafen.